Tencent
- Michel Doepke - Volontär

Tencent: Starke Investitionen drücken Gewinn

Bedingt durch hohe Investitionsausgaben verfehlte Tencent im abgelaufenen Quartal die Gewinnerwartungen der Experten. Trotzdem wächst der chinesische Internet-Gigant kräftig weiter.

Umsatz stark, Ergebnis schwach

Dank des wachstumsstarken Mobile-Gaming-Markt konnte das „chinesische Facebook“ Tencent die Umsatzprognose um vier Prozent übertreffen. Insgesamt erzielten die Chinesen 5,9 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal und somit satte 52 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Supercell-Deal scheint sich bezahlt zu machen.

Allerdings enttäuschte der Konzern beim Ergebnis: Mit 1,08 Dollar Gewinn je Aktie lag Tencent über elf Prozent unter den Schätzungen. Begründet wird dies mit einem viel höheren Investitionsaufkommen. Denn der Internet-Riese plant im Filmgeschäft Fuß zu fassen. 300 Millionen Dollar stehen bereit. Der chinesische Kino-Markt ist enorm wichtig für Tencent. Analysten von PricewaterhouseCoopers erwarten, dass China an der Kino-Kasse Nordamerika schon nächstes Jahr überholen wird.

Aktie reagiert positiv

Trotz des schwachen Ergebnisses notieren die Papiere nach der Veröffentlichung der Quartalsmitteilung leicht im Plus. Schließlich investiert Tencent in weiteres Wachstum. Mit einem KGV von 27 für das kommende Jahr sind die Papiere gemessen am Wachstum günstig bewertet. Charttechnisch korrigierte die Aktie nach dem Allzeithoch bei 25,80 Euro. Der seit Februar bestehende Aufwärtstrend konnte nicht fortgesetzt werden. Sollte Tencent ins Minus drehen, gibt die horizontale Unterstützung um die 22 Euro sowie die 200-Tage-Linie bei 20,73 Euro Halt. Mutige Anleger steigen mit einem engen Stopp ein.

 


 

Die Wahrheit über Geld

Autor: Brichta, Raimund/Voglmaier, Anton
ISBN: 9783864701269
Seiten: 312
Erscheinungsdatum: 01.10.2013
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und eBook verfügbar

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden sie hier

Die Wahrheit über Geld? Man kann es in Form von Scheinen oder Münzen anfassen, man verdient es und gibt es aus. Das war es auch schon, oder? Nein, das ist nicht einmal die halbe Wahrheit! Raimund Brichta und Anton Voglmaier graben viel tiefer und stoßen nicht zuletzt auf die Wurzeln der uns seit mittlerweile fünf Jahren beschäftigenden Finanzkrise. Auf dem Weg dahin erklären die Autoren, wie Geld eigentlich in die Welt kommt, welcher Zusammenhang zwischen Vermögen auf der einen und Schulden auf der anderen Seite besteht und warum man unser derzeitiges Weltfinanzsystem niemals nachhaltig und krisenfest ausgestalten kann.

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