Tencent
- Benedikt Kaufmann

Tencent: China kauft Hollywood

Tencent plant, mindestens 300 Millionen Dollar in Filmproduktionen zu investieren. Mit den neuen Millionen will der Medien-Konzern seine Präsenz im internationalen Filmgeschäft weiter ausbauen aber auch wichtige Marktanteile in China gewinnen.

Aktuell investiert Tencent in den neuen Hollywood-Blockbuster Kong: Skull Island, der im Frühjahr 2017 in die Kinos kommen wird. Der letzte große Blockbuster den Tencent finanzierte war Warcraft: The Beginning. Gerade auf Tencents Heimatmarkt war der Film ein großer Erfolg und erzielte dort mehr als die Hälfte der gesamten Einnahmen.

Der chinesische Kino Markt ist wichtig für Tencent. Analysten von PricewaterhouseCoopers erwarten, dass China an der Kino Kasse Nordamerika schon nächstes Jahr überholen wird. Die Ticketverkäufe im Reich der Mitte sollen 2017 um 22 Prozent zunehmen und damit Gesamterlöse von 10,4 Milliarden Dollar erzielen. Die Umsätze in den USA und Canada hingegen stagnieren seit 15 Jahren im Bereich von elf Milliarden Dollar, während die Ticketverkäufe leicht rückgängig sind.

Tencent konkurriert auf dem Movie-Markt mit Alibaba und Dalian Wanda. Beide Konkurrenten investierten ebenfalls große Summen in Hollywood. Innerhalb des letzten Monats erwarb Alibaba Anteile an Steven Spielbergs Amblin Partners – Dalian Wanda kaufte für eine Milliarde den Produzenten Dick Clark Production.

Aufwärtstrend beendet

Nach Erreichen des Allzeithochs korrigierte die Tencent-Aktie um neun Prozent. Der fast zehn Monate andauernde Aufwärtstrend ist damit beendet. Zwar konnte die Aktie am Mittwoch einen ordentlichen Kurssprung aufs Parkett zaubern. In der Folge fiel die Aktie jedoch wieder leicht. Eine Bestätigung des bullishen Kaufsignals fand somit nicht statt. Im Moment ergeben sich keine lukrativen Einstiegs- oder Zukaufschancen für die mit einem 17er KGV von 28 bewertete Aktie. Ein neues Signal ist abzuwarten. Langfristig investierte Anleger lassen die Gewinne laufen.

 


 

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Autor: Covel, Michael
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Verlag: Börsenbuchverlag
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| Julia Breuing | 0 Kommentare

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