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Der nächste Börsengang steht bereits vor der Tür: Das Frankfurter Immobilien-Handelshaus Frimag überzeugt mit einem einfachen, aber hochrentablen Geschäftsmodell. Fazit: Zeichnen!

Das Frankfurter Immobilien-Handelshaus Frimag überzeugt mit einem einfachen, aber hochrentablen Geschäftsmodell. Fazit: Zeichnen!

Von Michael Lang

Ein erster Coup ist der Frimag Frankfurter Immobilien AG bereits vor der Erstnotiz gelungen: Der IPO-Kandidat aus der hessischen Finanzmetropole hat sich das einprägsame Kürzel FFM gesichert. Geplant ist die Notierungsaufnahme im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse für den 21. Juni. In der Zeit vom 6. bis 17. Juni können bis zu eine Million Aktien aus einer Kapitalerhöhung in einer Preisspanne von 5,50 bis 6,50 Euro gezeichnet werden.

Einstelliges KGV

Die erst vor fünf Jahren gegründete Frimag hat sich eine lukrative Nische im Immobiliensektor gesichert. Die Gesellschaft erwirbt ausgesuchte Altbauten in guten Lagen Frankfurts, wobei die Objekte zu 80 Prozent mit Fremdkapital finanziert werden. Anschließend werden die Immobilien in Eigentumswohnungen aufgeteilt und innerhalb von weniger als fünf Jahren weiterveräußert. Auf eine Sanierung der Wohneinheiten verzichtet Frimag, lediglich Teile des Gemeinschaftseigentums werden renoviert. Das größte Renditepotenzial versprechen dabei leerstehende Wohnungen, die an Eigennutzer veräußert werden.

Mit dieser Strategie hat die seit der Gründung profitable Gesellschaft zuletzt ansehnliche Gewinne erzielt. Im Vorjahr wurde bei einem Umsatz von 4,56 Millionen Euro ein operatives Ergebnis von 0,76 Millionen Euro erlöst. In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg die EBIT-Marge nochmals von 16,7 auf 21,2 Prozent. Die Analysten der Axxon Wertpapierhandelsbank erwartet für 2006 ein Nachsteuerergebnis von 1,92 Millionen Euro, das im Folgejahr auf 3,26 Millionen Euro gesteigert werden soll. Bei vier Millionen ausstehenden Aktien würde dies auf 2007er-Basis einem Ergebnis je Aktie von 0,82 Euro sowie einem KGV von 8 am oberen Ende der Zeichnungsspanne entsprechen.

Neue Dimension

Mit dem Netto-Emissionserlös von fünf bis sechs Millionen Euro will Frimag auf Einkaufstour gehen. Da das Immobilien-Handelshaus durch diesen Mittelzufluss Finanzierungen von bis zu 30 Millionen Euro stemmen kann, können die Frankfurter zukünftig auch als Käufer ganzer Häuserpakete auftreten, die von institutionellen Anlegern "en bloc" angeboten werden.

Freuen dürfen sich die Anleger auf eine üppige Ausschüttung. Die Dividende soll von 0,15 Euro für das Geschäftsjahr 2005 in den Folgejahren auf 0,40 beziehungsweise 0,50 Euro angehoben werden. Auch die Vorstände, die nach der Kapitalerhöhung rund 71 Prozent der Anteile halten werden, wollen sich diesen Zusatzverdienst nicht entgehen lassen: Sie haben sich verpflichtet, innerhalb von 48 Monaten ab dem Börsengang keine Aktien abzugeben.

IPO mit Gütesiegel

Frimag darf sich zu Recht mit dem IPO-Gütesiegel der SdK schmücken. Das positive Sentiment für Immobilienaktien dürfte Frimag ein erfolgreiches IPO bescheren. Zwar muss der Vorstand erst noch beweisen, dass er das erfolgreiche Geschäftsmodell auch im größeren Rahmen umsetzen kann, trotzdem eignet sich das Papier als Depotbeimischung für spekulative Anleger.

Artikel aus DER AKTIONÄR (24/05)

 

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