Technotrans
- Michael Schröder - Redakteur

Technotrans-Vorstand: "Erwarten sukzessive Verbesserungen"

Technotrans befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Neue Geschäftsbereiche wurden erschlossen. Weitere Zukäufe sind nicht ausgeschlossen. Steigt das Umsatzvolumen weiter wie geplant und greifen die Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität bei den neuen Tochtergesellschaften, dürfte sich das Ergebnis bei dem Tipp des Tages vom 28. Mai in den nächsten Quartalen sukzessiv verbessern.

DER AKTIONÄR sprach mit Vorstand Henry Brickenkamp über die aktuelle Situation sowie die Aussichten der Gesellschaft.

DER AKTIONÄR: Herr Brickenkamp, wie  wichtig ist die stärkere Diversifizierung der Kundenindustrien und die Reduzierung der Abhängigkeit von der zyklischen Druckmaschinenindustrie?

Henry Brickenkamp: Sehr wichtig. Wir haben endlich wieder mehr Bälle in der Luft als wir das viele Jahre vorher hatten. Von daher haben wir gute Chancen, uns besser zu entwickeln als die Märkte um uns herum. Mittlerweile werden rund 30 Prozent des Gesamtumsatzes im Non-Print-Bereich erwirtschaftet, das ist ein wichtiger Meilenstein der strategischen Neuausrichtung. Wir erwarten nun, dass unsere Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität auch bei unseren neuen Tochtergesellschaften in den nächsten Quartalen greifen und sich nicht nur hier sukzessiv noch eine Verbesserung zeigen wird.

Worauf können sich die Anleger vor diesem Hintergrund im Gesamtjahr einstellen?

Wir planen weiterhin mit einem Umsatzwachstum um insgesamt rund 25 Prozent auf 110 Millionen Euro, bei einer möglichen Abweichung von plus-minus fünf Prozent. An unserem bisherigen Ziel, auf dem geplanten Umsatzniveau eine EBIT-Marge zwischen sechs und sieben Prozent zu erzielen, halten wir ebenfalls fest. Die Ergebnisverbesserung in den nächsten Quartalen dürfte zum einen durch das steigende Umsatzvolumen und zum anderen durch verbesserte Kostenrelationen erzielt werden. Insgesamt dürfte das zweite Halbjahr besser werden als das erste.

Und mittelfristig?

Mittelfristig peilen wir wieder zweistellige EBIT-Margen an. Das ist einzig und allein eine Frage des Umsatzvolumens. Wir stecken nach wie vor eine große Investition in Manpower, weil die neuen Projekte die wir angehen, bringen noch keinen Umsatz und müssen derzeit doch erstmal recht aufwendig betreut werden. Mit dem Umsatz wird sich auch dementsprechend die Marge wieder in die richtige Richtung bewegen.

Also ist die Gesellschaft auf allen Ebenen aufwärts ausgerichtet, oder?

Richtig. Wir wollen jetzt nicht mehr Umsatz mit weniger Ergebnis machen, weder prozentual noch vom Betrag. Die Parameter sollten sich alle nach und nach verbinden und in die richtige Richtung bewegen.

Sind weitere Akquisitionen ein Thema? 

Das ist ein ständiger Begleiter. Wir beschäftigen uns eigentlich laufend mit dem Thema. Aber: Wir kaufen nur dann, wenn wir die Risiken ausschließen können, wenn wir Synergien sehen. Wir haben das eine oder andere Ziel im Auge. Wir richten uns dabei jedoch nicht nach dem Kapitalmarkt, sondern nach der Sinnhaftigkeit. Unser Ziel ist es, Anfang 2014 eine weitere Akquisition zumindest soweit zu haben, dass wir wissen, dass wir dieses Unternehmen kaufen werden.

Wo steht Technotrans in drei Jahren? 

In drei Jahren sehe ich die Gesellschaft wieder im Bereich von 150 Millionen Umsatz und zehn Prozent EBIT-Marge. Das ist Status heute, ohne weitere größere Akquisitionen.

Vielen Dank für das Gespräch!


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