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Tata macht mobil

DaimlerChrysler, Volkswagen, Toyota kennt jeder. Doch Tata Motors, Indiens größter Autobauer, ist hierzulande so gut wie unbekannt. Das könnte sich bald ändern.

Wer nach Indien fährt, der dürfte binnen kurzem auf den Namen Tata stoßen. Dahinter steckt ein riesiges Firmenimperium der Familie Tata mit Unternehmen verschiedenster Sparten überall im Land. Tee und Schmuck, Hotel und Finanzdienstleistung, IT-Dienste und Telekommunikation, Kraftwerke, Stahl, Chemikalien – und Indiens größter Autobauer Tata Motors.

Die Welt ist das Ziel

Vor 60 Jahren gegründet zählt Tata Motors mit Hauptsitz in der Millionenmetropole Mumbai (oder Bombay) heute 22.000 Mitarbeiter, dazu drei Millionen in Indien verkaufte Passagierautos und Nutzfahrzeuge. In den Jahren 2004 und 2005 stiegen die Verkaufszahlen auf dem Heimatmarkt um jeweils mehr als 30 Prozent. Damit erwirtschaftete das Unternehmen den größten Umsatz im Familienreich. Zur Megamarke will Tata auch im Ausland werden. Seit dem Jahr 2004 zum Beispiel ist das Unternehmen an der New Yorker Börse gelistet, hat im selben Jahr Teilstücke des koreanischen Autokonzerns Daewoo gekauft und ist jüngst mit einem Anteil von 21 Prozent in das spanische Busunternehmen Hispano Carrocera eingestiegen.

Neuwagen für 2.000 Euro

In Europa bietet Tata Motors derzeit vor allem Passagierfahrzeuge der Marken Indigo und Indica an. Familienpatriarch Ratan Tata will hier den Vertrieb massiv forcieren. Seine Hauptzielgruppe ist jedoch die neue Mittelschicht in Asien und Teilen Afrikas. In drei Jahren will der Konzernchef die Konkurrenz mit einem Viersitzer für umgerechnet 2.000 Euro abhängen. Um das zu erreichen, will er bald nicht mehr allein in Indien produzieren. Die weiterhin im Heimmarkt gefertigten Einzelteile sollen auch in den ausländischen Kernregionen zusammengebaut werden.

Fazit

Anleger können mit einem Aktieninvestment am Erfolg teilhaben. Zum Geschäftsjahresende am 31. März 2006 rechnen Analysten mit einem Gewinn pro Aktie von 0,69 Euro, für das Geschäftsjahr darauf mit 0,78 Euro. Das Papier ist zudem mit einem bis März 2006 geschätzten KGV von 16 im Vergleich zu anderen indischen Aktien im Schnitt günstig zu haben.

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