TALANX
- Werner Sperber - Redakteur

Talanx: Für konservative Anleger; Börsenwelt Presseschau I

Die Experten des Aktionärsbriefes halten die Zahlen von Talanx für das erste Quartal des laufenden Jahres für solide. Vor einem Jahr erlöste Talanx 22 Millionen Euro aus dem Verkauf von Aktien von Swiss Life. Wird dieser Sonderertrag außen vor gelassen, stieg der Gewinn im Jahresvergleich um drei Prozent; einschließlich dieses Sondereffektes sank das Nettoergebnis jedoch um sieben Prozent auf 192 Millionen Euro. Das sind zwei Millionen Euro mehr, als von den Analysten geschätzt. Der drittgrößte deutsche Versicherungskonzern gab nur 41 Millionen Euro für die Begleichung von Großschäden aus, wovon 33 Millionen Euro auf das verschwundene Flugzeug aus Malaysia entfielen. Zudem erwirtschaftete der Konzern 15 Prozent mehr Rendite aus Kapitalanlagen als ein Jahr zuvor. Der durchschnittliche Ertrag belief sich auf 4,3 Prozent, während das Jahresziel für die durchschnittliche Rendite nur bei 3,4 Prozent liegt. Vorstandschef Herbert Haas (Anmerkung der Redaktion: Gemeint ist Vorstandsvorsitzender Herbert Haas.) geht davon aus, dass die finanzielle Belastung des Konzerns aufgrund des Grubenunglücks in der Türkei „nicht allzu stark“ sein wird. Dennoch erhöhte Haas den Haushaltsposten für Großschäden von 705 auf 855 Millionen Euro. Die Brutto-Prämieneinnahmen aus dem internationalen Privat- und Firmenversicherungsgeschäft sind um zehn Prozent gestiegen. In dieser Sparte soll Talanx die ausländischen Märkte noch besser erschließen, wobei das vor allem für Mexiko, die Türkei, Brasilien und Polen gilt. Um das zu erreichen, sollen auch Firmen gekauft werden. Dafür stehen 250 Millionen Euro zur Verfügung. Die internationale Expansion soll längerfristig Wachstum bringen, kostet allerdings zunächst Geld. Die Aussichten für Talanx und den Aktienkurs bleiben also gut. Langfristig orientierte, konservative Anleger sollten die Korrektur nutzen und die mit einem KGV von 9 bewertete Aktie, die eine Dividendenrendite von derzeit 4,75 Prozent bietet, mit einem Kursziel von 28 bis 29 Euro kaufen.

Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)


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