Take-Two Interactive Software
- Benedikt Kaufmann

Take-Two Q4-Zahlen: Das müssen Sie wissen

Take-Two hat die Zahlen zum vierten Quartal veröffentlicht und die Erwartungen der Analysten nicht erreicht. Auch die Prognose blieb unter den Erwartungen. Doch der Erfolgsgarant „GTA V“ sorgte dafür, dass die Aktie nachbörslich nur leicht unter Druck geraten ist – und auch „NBA2K“ wird immer wichtiger für den Spielekonzern.

Große Franchises entwickeln sich solide

Die Nettobuchungen, die Take-Two im vierten Quartal erzielte, blieben leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der Spielekonzern lieferte 488 Millionen Dollar – Analysten rechneten mit 509 Millionen Dollar.

Positiv aufgefasst wurde dagegen die anhaltende Stärke von „Grand Theft Auto V“. Der Erfolgsgarant hat mittlerweile 110 Millionen Kopien verkauft und schafft es über fünf Jahre nach der Veröffentlichung noch Exemplare umzusetzen.

Die Verkäufe von „Red Dead Redemption 2“ konnten dagegen im vierten Quartal kaum noch zulegen. Das Western-Spiel wurde insgesamt 24 Millionen Mal verkauft – im dritten Quartal waren es 23 Millionen Kopien. Die Nettobuchungen sind jedoch gegenüber dem vorangegangenen Quartal angestiegen.

Stark sind auch die Entwicklungen von „NBA 2K19“. Das Sportspiel hat sich mittlerweile neun Millionen Mal verkauft – innerhalb der Erwartungen. Doch die wiederkehrenden Umsätze für den Spielmodus „My Team“ sind gegenüber dem Vorjahresquartal um 79 Prozent gestiegen.

Exkurs: Nettobuchungen

Nettobuchungen sind dabei die gesamten Erlöse aller Produkte und digitalen Dienste, die Take-Two in einer bestimmten Periode verkauft hat. Im Gegensatz zum Umsatz ist diese Kennzahl für Software-Konzerne in der Regel aussagekräftiger, denn Lizenzen oder Dienste werden in dem Quartal bilanziert, in dem sie tatsächlich anfallen und nicht in dem Quartal in dem sie gebucht werden.

Ausblick verhalten

Der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr wird den Erwartungen der Analysten ebenfalls nicht gerecht. Take-Two erwartet Nettobuchungen von 2,5 bis 2,6 Milliarden Dollar – Analysten rechneten mit 2,77 Milliarden Dollar.

Spannend sind dagegen die Äußerungen von Take-Two-CEO Strauss Zelnick im Rahmen der Analystenkonferenz. Der Spielekonzern will sich endlich auf Mobile konzentrieren. Die Tochter Social Point arbeite bereits an zehn neuen Spielen und es sei geplant, die aktuellen Franchises auf das Smartphone zu bringen.

Dabeibleiben

Im Vergleich zu den Konkurrenten Activision Blizzard und Electronic Arts entwickeln sich die Franchises von Take-Two positiv. Mit „Borderlands 3“ steht zudem noch dieses Jahr ein großes Release an. Das Mobile-Engagement birgt zusätzliches Potenzial. Der verhaltene Ausblick sollte Anleger der Take-Two-Aktie auf dem aktuellen Niveau nicht verunsichern. Das Wachstumspotenzial bleibt günstig bewertet. DER AKTIONÄR empfiehlt: Dabeibleiben!

 

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