Deutsche Telekom
- Benedikt Kaufmann

T-Mobile US attackiert AT&T

Der Kundenansturm auf die Telekom-Tochter T-Mobile US hält an. Nach dem unerwartet starken Wachstum bei Mobilfunkverträgen im dritten Quartal rechnet CEO John Legere nun mit 3,7 bis 3,9 Millionen mehr Kunden im Gesamtjahr.

Zudem verdiente T-Mobile US aufgrund von Mobilfunklizenzen deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Sonderertrag brachte das Unternehmen dazu, das Jahresziel auf einen Wert zwischen 10,2 und 10,4 Milliarden Dollar erhöhen.

Im dritten Quartal machte T-Mobile 9,25 Milliarden Dollar Umsatz, knapp 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn stieg von 138 Millionen Dollar auf 366 Millionen. Allein 122 Millionen davon resultierten aus Funklizenzen. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um mehr als ein Drittel auf 2,63 Milliarden Dollar.

Die guten Zahlen geben T-Mobile im US-Markt Aufschwung. Auf CNBC teilte CEO Legere in Richtung AT&T aus. Er will die Ablenkung aufgrund der Übernahmegerüchte nutzen, um den Konkurrenten innerhalb der nächsten fünf Jahre einzuholen. Der T-Mobile CEO konnte bisher der Konkurrenz viele Kunden abjagen. Damit dies weiter gelingt will Legere massiv in den Mobilfunksektor investieren.

Abwärtstrend hält an

Mittlerweile trägt die amerikanische Sparte das Wachstum des Ex-Monopolisten. Die Telekom hält rund zwei Drittel an der US-Tochter. Folglich legte das Papier um leicht zu. Der seit Mitte des Jahres bestehende langfristige Abwärtstrend hält aber an. Ein neues Kaufsignal gibt es beim Überwinden der 200-Tage-Linie bei 15,23 Euro.

(Mit Material von dpa-AFX!)

 


 

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