Deutsche Telekom
- DER AKTIONÄR

T-Aktie fällt auf Drei-Jahres-Tief

Die Deutsche Telekom hat am späten Mittwochabend für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben und für die schlechte Entwicklung den anhaltenden starken Preisdruck in der Branche verantwortlich gemacht. Für das Gesamtjahr reduzierte der Vorstand die Umsatzprognose auf eine Spanne zwischen 61,5 bis 62,1 Milliarden Euro. Am Donnerstag brach daraufhin die Aktie des Konzerns im frühen Handel ein.

Die Deutsche Telekom hat am späten Mittwochabend für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben und für die schlechte Entwicklung den anhaltenden starken Preisdruck in der Branche verantwortlich gemacht. Am Morgen meldete der Konzern seine Halbjahreszahlen.

Wie der Bonner Konzern am Vorabend per ad-hoc-Mitteilung meldete, werde der 2006er-Umsatz um rund 600 Millionen Euro niedriger ausfallen als erwartet. Beim EBITA, das ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, rechnet der Telekom-Vorstand mit einem um bis zu einer Milliarde Euro schlechteren Ergebnis.

Sorgenkind Festnetzsparte

Telekom-Analysten hatten sich wegen des starken Preisdrucks in der Branche zuletzt zunehmen skeptisch zu den Jahresprognosen geäußert. Denn insbesondere im Festnetzbereich, dem Hauptgeschäft der Bonner, kämpft der „Rosa Riese“ mit kleinen und oftmals flexibleren Konkurrenten, die der Telekom die Kunden mit Kampfpreisen abwerben. Für das Gesamtjahr reduzierte der Vorstand die Umsatzprognose auf eine Spanne zwischen 61,5 bis 62,1 Milliarden Euro von zuvor 62,1 bis 62,7 Milliarden. Das EBITDA soll 19,2 bis 19,7 (alt: 20,2 bis 20,7) Milliarden Euro betragen.

T-Mobile mit Wachstumsdelle

Aber nicht nur in der Festnetzsparte kriselt es derzeit. Im Mobilfunksektor bleiben die Bonner mit 30 Millionen Kunden zwar weiter unangefochtener Marktführer, das Wachstum im zweiten Quartal fiel mit 170.000 Neukunden aber deutlich schlechter aus als das der Mitbewerber E-Plus (+410.00), Vodafone (+250.000) und o2 (+236.000). Wie das Unternehmen mitteilte, will man dem Konkurrenzdruck mit weiteren Preissenkungen und einer vereinfachten Tarifstruktur begegnen. Gleichzeitig sollen die Investitionen im dritten Quartal 1 Milliarde auf 9 Milliarden Euro gesenkt werden.

Gewinneinbruch im zweiten Quartal

Für das zweite Quartal meldete die Telekom bei gestiegenen Umsätzen einen Gewinneinbruch. Die Erlöse stiegen aufgrund eines starken Auslandsgeschäfts gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 15,1 Milliarden Euro. Das EBITDA ging hingegen um 7 Prozent auf 4,8 Milliarden zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 15,2 Milliarden Euro Umsatz und 5,08 Milliarden Euro EBITDA gerechnet.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Benedikt Kaufmann | 0 Kommentare

T-Mobile US attackiert AT&T

Der Kundenansturm auf die Telekom-Tochter T-Mobile US hält an. Nach dem unerwartet starken Wachstum bei Mobilfunkverträgen im dritten Quartal rechnet CEO John Legere nun mit 3,7 bis 3,9 Millionen mehr Kunden im Gesamtjahr. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Deutsche Telekom: Die Bullen melden sich

Es ist eine altbekannte Geschichte. Bei der Deutschen Telekom ist der langfristige Seitwärtstrend nach wie vor intakt. Zuletzt hat der DAX-Titel sogar die untere Begrenzung des Korridors zwischen 14,00 und 16,30 Euro getestet. Inzwischen notiert die Aktie aber wieder an der 15-Euro-Marke. Die … mehr