Nexus
- DER AKTIONÄR

Substanz setzt sich durch

Wer einmal in einem Krankenhausbett Platz nehmen muss, kann froh sein, wenn das Krankenhaus auf die Software des Villinger Unternehmens Nexus zurückgreift. Dessen medizinische Informationssysteme sind für ein Hospital das, was ERP-Systeme wie SAP für die Industrie sind.

Nach einem starken ersten Halbjahr erwartet der Softwarespezialist Nexus eine noch bessere zweite Jahreshälfte.

Wer einmal in einem Krankenhausbett Platz nehmen muss, kann froh sein, wenn das Krankenhaus auf die Software des Villinger Unternehmens Nexus zurückgreift. Dessen medizinische Informationssysteme sind für ein Hospital das, was ERP-Systeme wie SAP für die Industrie sind. Mit NEXUS/MEDFOLIO beispielsweise können Ärzte und Krankenschwestern alle Daten eines Patienten an einem mobilen Gerät abrufen und neue hinzufügen. So kann immer gewährleistet werden, dass keine Informationen zwischen Tür und Angel verlorengehen und der Patient optimal behandelt wird.

Zahlen sprechen für sich

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres steigerte der Softwarespezialist die Erlöse um knapp 20 Prozent auf 13,2 Millionen Euro. Im Gleichschritt entwickelte sich auch das Konzernergebnis, welches bei 0,5 Millionen Euro lag. Für das Gesamtjahr erwartet Unternehmensvorstand Dr. Ingo Behrendt einen Umsatz von 29,5 Millionen Euro und einen Überschuss von 1,3 Millionen Euro. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR machte er deutlich, dass diese Werte „mindestens“ erreicht werden sollten. Positive Überraschungen sind demnach nicht ausgeschlossen. „2008 rechnen wir mit Erlösen von 40 Millionen Euro und einer deutlich höheren Gewinnmarge“, so Behrendt weiter. Dies würde einem Umsatzwachstum von 35 Prozent entsprechen.

Fortsetzung folgt

Dem erfolgreichen ersten Halbjahr dürfte sich ein noch besseres zweites Halbjahr anschließen, zumal es Nexus gelungen ist, interessante neue Kunden zu akquirieren. Zu ihnen zählen unter anderem 26 Militärkrankenhäuser in Saudi-Arabien, die das deutsche Unternehmen mit seinen innovativen Produkten ausstattet. Doch nicht nur im Ausland dürfte das Geschäft weiter zulegen, auch hierzulande erwartet der Vorstand neue Impulse. „Wir rechnen mit einer starken zweiten Jahreshälfte auf dem deutschen Markt. In den ersten sechs Monaten ist es uns gelungen, zahlreiche neue Projekte ins Leben zu rufen. Jetzt wird abgerechnet“, zeigt sich Unternehmenslenker Behrendt zuversichtlich. Offenbar losgelöst von den Erfolgen präsentiert sich die Aktie von Nexus. Sie pendelt seit Monaten im Bereich von 3,60 Euro und 4,20 Euro. Entsprechend enttäuscht zeigt sich CEO Behrendt: „Der Substanzwert der Nexus- Aktie liegt bei über fünf Euro.“

Kaufkandidat mit Perspektive

In die Nähe eben dieses Wertes sollte die Aktie des Softwarespezialisten mittelfristig vorstoßen. Zwar ergibt sich für 2008 ein optisch hohes KGV von 17, doch relativiert sich die Bewertung im Peer-Group-Vergleich: Börsenneuling Compugroup notiert mit einem KGV von 24 mit einem deutlichen Aufschlag. Für Nexus spricht zudem die hohe Gewinndynamik von über 35 Prozent im kommenden Jahr.

Kursziel bei Nexus: 5,00 Euro. Stopp: 3,10 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 35/2007.

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