- Andreas Deutsch - Redakteur

Achtung, Anleger: Nächste Finanzkrise voraus

Die Managementberatung Oliver Wyman warnt davor, dass eine erneute Finanzkrise bereits in den kommenden fünf Jahren sehr wahrscheinlich sei. In der Studie, die dem Handelsblatt vorliegt, lasse sich zwar nicht verhindern, "aber zumindest in ihrer Wirkung dämpfen".

Drei Faktoren sind nach den Untersuchungen von Oliver Wyman für die die nächste Krise sehr wahrscheinlich. So dränge die starke staatliche Regulierung risikoreiche Aktivitäten aus dem regulierten Bankensystem. Entsprechend stark wachse das Schattenbanksystem. Das führe etwa dazu, dass kaum regulierte Finanzakteure wie Hedgefonds immer mehr Geld auf sich vereinen.

Warnung vor dem Kollaps

Gefahr drohe auch durch Spekulationsblasen in den Schwellenländern. Sollten diese platzen, könnte das zu einem Kollaps einzelner Staaten führen - "mit verheerenden Folgen für die Banken und das gesamte internationale Finanzsystem".

Wenn bei einem Platzen der Blasen einzelne Staaten kollabieren, würde dies laut Oliver Wyman zu einer Umstrukturierung der Staatsschulden führen. Dies hätte nicht nur Folgen für einzelne Ländern, sondern für das weltweite Banken- und Finanzsystem. Gefahr gehe für die Banken von den Schuldenproblemen einiger Euro-Länder aus. Ablesen ließe sich das unter anderem an den Risikoaufschlägen für Staatsanleihen.

Um die Wirkung der nächsten Finanzkrise zu dämpfen, empfiehlt die Studie den Kontrolleuren, Banken und Versicherungen, sich frühzeitig auf sie vorzubereiten.

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