- DER AKTIONÄR

Stromriese baut um

Italiens größter Versorger Enel wird zu einem reinen Energiekonzern. Anleger können sich mit einem Bonuszertifikat alle Kurschancen offen halten und sichern sich gleichzeitig eine hohe jährliche Rendite, falls die Aktie nicht zu stark fällt.

Italiens größter Versorger Enel wird zu einem reinen Energiekonzern. Anleger können sich mit einem Bonuszertifikat alle Kurschancen offen halten und sichern sich gleichzeitig eine hohe jährliche Rendite, falls die Aktie nicht zu stark fällt.

Von Hubert Brehm

Der italienische Energiekonzern Enel hat mit dem Verkauf seiner Tochtergesellschaft Wind, dem drittgrößten Mobilfunk- und zweitgrößten Festnetzbetreiber des Landes, seinen Umbau zu einem reinen Versorgerunternehmen fortgesetzt. Im Gegenzug will das Unternehmen in osteuropäischen Ländern expandieren. Zuletzt streckten die Italiener jedoch ihre Fühler nach Frankreich aus. Enel durfte im Rahmen einer gegenseitigen Marktöffnung 35 Prozent am französischen Versorger Snet übernehmen. Neben der räumlichen Ausdehnung soll auch der Energie-Mix des Unternehmens stärker diversifiziert werden. In den kommenden vier Jahren will Enel mit Investitionen von 1,7 Milliarden Euro den Anteil an alternativen Energien ausbauen.

Zertifikat statt Aktie

Die Unsicherheit über den Erfolg des Umbaus kann der Anleger reduzieren, indem er statt eines Direktinvestments ein Bonuszertifikat kauft. Hierbei verzichtet der Investor auf die Dividendenzahlungen und sichert sich dadurch einen Risikopuffer sowie eine Bonuszahlung. Fällt der Aktienkurs bis zum Bewertungstag niemals auf oder unter die Barriere (auch Sicherheitslevel genannt), ist dem Inhaber des Zertifikats die Rückzahlung des Aktienkurses zum Emissionszeitpunkt plus Bonuszahlung sicher. Notiert das Underlying unter diesem Niveau oder steigt über die Bonusgrenze, dann entspricht das Zertifikat einem Direktinvestment und der Investor partizipiert zu 100 Prozent sowohl am Gewinn als auch am Verlust.

Risiko minimieren

Mit dem Bonuszertifikat (ISIN DE000CB74105) von der Commerzbank auf Enel kann der Investor sein Risiko minimieren und hält sich gleichzeitig alle Chancen offen. Für den Verzicht der Dividendenausschüttungen ist am Laufzeitende im Juli 2008 eine Rückzahlung von zehn Euro sicher, falls die Aktie bis zu diesem Zeitpunkt nicht auf oder unter 6,00 Euro fällt. Bei einem aktuellen Kurs der Enel-Aktie von 7,06 Euro ist das ein Risikopuffer von 15 Prozent. Bleibt der Sicherheitslevel unberührt, ist eine Gesamtrendite von 42,9 Prozent sicher. Dies würde einer jährlichen Rendite von 13,9 Prozent entsprechen. Steigt die Aktie bis Laufzeitende über zehn Euro, erhält der Inhaber des Zertifikats eine Aktie geliefert.

Hohe Rendite bei unverändertem Kurs

Durch den Kauf des Bonuszertifikats auf Enel sichert sich der Anleger eine hohe jährliche Rendite von 13,9 Prozent für den Fall, dass die Aktie des italienischen Versorgers seitwärts tendiert oder sogar leicht fällt. Wird der Sicherheitslevel von sechs Euro verletzt, entspricht das Zertifikat einem Direktinvestment und der Investor partizipiert zu 100 Prozent sowohl am Gewinn als auch am Verlust.

Artikel aus DER AKTIONÄR 31/05

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV