Ströer
- Jochen Kauper - Redakteur

Ströer Out-of-Home: Insiderkäufe treiben die Aktie

Das Papier von Ströer legt am Mittwoch erneut stark zu. Mit einem Plus von rund zehn Prozent setzt sich die Aktie an die Spitze des SDax. Bereits am Vortag legte Ströer um elf Prozent zu. Was steckt dahinter?

Auch wenn die deutsche Wirtschaft nach dem Boom in den letzten Monaten derzeit eine kleine Talsohle durchschreitet, stecken Unternehmen durch die noch immer positive Grundstimmung vermehrt Geld in Anzeigen, Spots, Prospekte oder Plakate. Werbung ist eben einfach wieder „in". Experten erwaten sogar, dass im Jahr 2011 die Rekordsumme von 30 Milliarden Euro aus dem Jahr 1998 erstmals erreicht, wenn nicht sogar übertroffen wird.

Insiderkäufe treiben die Aktie nach oben

Einer der Profiteure des Werbebooms ist Ströer Out-Of-Home. In den letzten beiden Tagen konnte das Papier des Werbespezialisten von 10,50 Euro auf 13,56 Euro zulegen. Ein Plus von 28 Prozent. Händler führen für die Kursexplosion mehrere Gründe an. Angeblich sei zuletzt eine größere Verkaufsorder ausgelaufen. Weiterhin sorgten die letzten Insiderkäufe wieder für Zuversicht unter den Anlegern. Unter anderem hat Aufsichtsrat Dirk Ströer vor knapp zwei Wochen für 270.000 Euro eigene Aktien erworben.

Solide Zahlen

Auch die letzten Zahlen von Ströer Out-of-Home konnten sich sehen lassen. Das organische Wachstum betrug in den ersten sechs Monaten 7,3 Prozent. Der Gesamtumsatz der Ströer Gruppe stieg um 16,6 Prozent auf 282,3 Millionen Euro. Das EBITDA wurde auf 59,8 Millionen Euro verbessert. Ein Plus 14,0 Prozent. „Nach wie vor sind wir eines der am stärksten wachsenden Medienunternehmen in Europa. Besonders die Premiumprodukte in Deutschland und eine höhere Nachfrage bei den wichtigsten 200 werbetreibenden Unternehmen trugen zu dieser positiven Entwicklung bei", so Udo Müller, Vorstandsvorsitzender der Ströer Gruppe.

Ströer bleibt Out-Of-Depot

Ströer erwartet im zweiten Halbjahr 2011 in den Kernmärkten eine verlangsamte gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum von drei Prozent. Die Stöer-Aktie ist zuletzt böse unter die Räder gekommen. Zwar sind die Zahlen des Unternehmens solide, große Wachstumssprünge sind aber auch in Zukunft nicht zu erwarten. Ein Investment in Ströer drängt sich weiterhin nicht auf.

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