E.on
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Streik bei E.on: Was macht die Aktie?

Beim Energiekonzern E.on drohen unbefristete Streiks: Sowohl Kunden als auch Aktionäre sollten sich nicht verunsichern lassen. Die Aktie ist für den AKTIONÄR weiterhin ein Kauf mit einem beachtlichen Kursziel.

Nach dem Abbruch der Tarifgespräche beim Energieriesen E.on hat die Tarifkommission der Gewerkschaften IG BCE und Verdi die Verhandlungen für gescheitert erklärt. Damit spitzt sich der Tarifkonflikt bei dem Düsseldorfer Konzern weiter zu, eine Urabstimmung über einen erstmals unbefristeten Streik in der Branche wird wahrscheinlicher.

Keine Einigung

Das Dax-Unternehmen hatte in den Verhandlungen zuletzt eine Lohnerhöhung von 1,7 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten angeboten. Verdi und die Gewerkschaft fordern jedoch 6,5 Prozent mehr Lohn. E.on hatte erklärt, die Forderungen der Gewerkschaften nach 6,5 Prozent mehr gingen "sehr deutlich über das für das Unternehmen vertretbare Maß hinaus". Die Gehälter bei E.on lägen ohnehin bereits auf einem "guten Niveau".

Teyssen baut um

Konzernchef Johannes Teyssen baut den Energieriesen konsequent um. Mit dem Verkauf einer Beteiligung in der Slowakei hat der Konzern das vor gut zwei Jahren verkündete Ziel erreicht, sich von Anteilen im Gesamtwert von 15,0 Milliarden Euro zu trennen. Die Erlöse fließen in den Schuldenabbau und in neue Investitionen in außereuropäischen Wachstumsmärkten wie Russland oder Brasilien. E.on will bis zu 11.000 Stellen streichen, mehr als die Hälfte davon in Deutschland.

Ziel: 20 Euro

Der AKTIONÄR hält an seiner Kaufempfehlung fest. Das übergeordnete Kursziel lautet weiter 20 Euro. Ein Stopp bei 13 Euro sichert ab.

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