SKW STAHL-METAL.-HLDG.ON
- DER AKTIONÄR

Strahlender Glanz

Kaum geschieden und schon wieder so gut wie verheiratet. Die SKW Stahl-Metallurgie AG will mit der ESM Group einen wohlbekannten Wettbewerber übernehmen. Bis 2004 waren beide Unternehmen noch im Besitz der Degussa AG, bevor SKW durch Arques Industries und ESM im Jahr 2006 durch den Finanzinvestor Platinum Equity gekauft wurden. Die Übernahme katapultiert den Spezialisten für die Veredelung von Stahl in eine neue Umsatz- und Ergebnisdimension.

Die SKW Stahl-Metallurgie AG baut ihre Marktposition mit der Übernahme des Wettbewerbers ESM aus und „veredelt“ die eigene Aktie.

Kaum geschieden und schon wieder so gut wie verheiratet. Die SKW Stahl-Metallurgie AG will mit der ESM Group einen wohlbekannten Wettbewerber übernehmen. Bis 2004 waren beide Unternehmen noch im Besitz der Degussa AG, bevor SKW durch Arques Industries und ESM im Jahr 2006 durch den Finanzinvestor Platinum Equity gekauft wurden. Die Übernahme katapultiert den Spezialisten für die Veredelung von Stahl in eine neue Umsatz- und Ergebnisdimension.

Unabhängig vom Preis

Mit seiner Technologie wird SKW an bestimmten Stellen im Produktionsprozess von Stahl aktiv. Zum einen, wenn es darum geht, Roheisen vor der Umwandlung zu Stahl zu entschwefeln. Zum anderen, um durch Zugabe von chemischen Zusatzstoffen Stahl weiter zu veredeln – etwa um rostfreien Edelstahl zu erzeugen. Die Nachfrage nach hochwertigen Stahlprodukten wächst kontinuierlich, da „minderwertiger“ Stahl zum Beispiel für den Bau von Fahrzeugen oder in der Industrie wenig eingesetzt wird. Gerade die weltweit erfreuliche Konjunkturentwicklung und insbesondere die boomende Kfz-Produktion in China sorgen für reichlich Nachfrage. Das Positive dabei: SKW ist nicht vom schwankenden Stahlpreis abhängig, sondern rein vom weltweiten Stahloutput, der bis 2015 schätzungsweise auf fast zwei Milliarden Tonnen anwachsen wird.

Reibungslose Integration

Mit ESM hat SKW den nordamerikanischen Marktführer für Entschwefelungsprodukte im Visier. Da die Integration der mit 55 Millionen Euro günstigen ESM in den SKW-Konzern aufgrund der gemeinsamen Historie reibungslos verlaufen dürfte, sind bereits im laufenden Jahr positive Effekte für das Ergebnis zu erwarten. 2007 dürfte der Nettogewinn um gut eine Million Euro höher ausfallen. Für 2008 ist mit einem um rund 100 Millionen Euro höheren Umsatz von 354 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 17 Millionen Euro zu rechnen.

60 Euro realistisch

SKW, durch die Übernahme zum Weltmarktführer für Entschwefelungsprodukte aufgestiegen, ist mit einem 2008er-KGV von 10 noch günstig bewertet. Da zudem die Charttechnik mit dem Überwinden des bisherigen Höchstkurses bei 38,95 Euro grünes Licht gibt, dürfte der Einstieg auf aktuellem Niveau auch das Depot zum Glänzen bringen. Kurse bis zu 56 Euro sind auf Jahressicht realistisch. Einziger Wermutstropfen ist die für das zweite Halbjahr angekündigte Umplatzierung der restlichen Anteile von Arques Industries, die immerhin noch 57 Prozent hält.

Kursziel bei SKW: 56,00 Euro. Stopp: 33,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 30/2007.

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