E.on
- Stefan Limmer - Redakteur

Steigt E.on aus dem Italiengeschäft aus?

Im Fokus der Anleger steht am Dienstag E.on. Laut Medienberichten hat der Düsseldorfer Versorger für sein Italien-Geschäft Angebote von mehreren Interessenten erhalten. Die Aktie notiert währenddessen an einem entscheidenden Widerstand.

Der italienische Wettbewerber Enel sowie Gala und Hera hätten bindende Kaufangebote abgegeben, werden informierte Personen in dem Bericht zitiert, weitere Interessenten wollen demnach eine Offerte außerhalb des offiziellen Bieterprozesses vorlegen. Die Meldung dürfte die E.on-Aktie kurzfristig stützten. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass der Konzern mit massiven Probelmen zu kämpfen hat. Nach neun Monaten bilanzierte E.on zuletzt ein Minus von 14 Millionen Euro nach 2,6 Milliarden Euro Gewinn im Vorjahr. Zudem kommen langsam Zweifel auf, ob das Unternehmen seine Dividendenpolitik noch lange aufrechterhalten kann. Zwar ist der operative Cashflow in den ersten neun Monaten um 2,2 Milliarden auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, doch nach Berücksichtigung von Investitionen sowie Dividenden- und Kreditzahlungen hat E.on zum 30. September 900 Millionen Euro weniger Cash als noch zu Beginn des Jahres.

Für 2013 hatte E.on bereits die Dividende von 1,10 Euro pro Aktie auf 60 Cent gekürzt – für das laufende Jahr rechnen Experten mit einer weiteren Kürzung. Zudem belasten hohe Kosten für die Energiewende und sinkende Handelspreise den Konzern. Eine detaillierte Analyse zu der DAX-Aktie gibt es in der aktuellen Ausgabe vom AKTIONÄR, die hier bequem abgerufen werden kann.

(mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE und E.on: Jetzt droht Ärger

Der Megadeal zwischen E.on und RWE zur Aufteilung der RWE-Tochter Innogy galt eigentlich als beschlossene Sache. Doch nun kommt Unruhe in die Neuordnung der deutschen Energiebranche. Angeblich will die australische Investmentbank Macquarie das Innogy-Geschäft in Tschechien kaufen. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Das war erst der Anfang

Nach der Zerschlagung von Innogy bekommt die deutsche Energiebranche ein neues Gesicht. Für E.on und RWE als treibende Kräfte des Wandels dürfte sich der Deal auszahlen. Die Wettbewerber müssen nun reagieren. Der Versorger Steag rechnet damit, dass weitere Transaktionen folgen werden. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on und RWE: Darum klappt der Megadeal

An der Börse kam der Deal zwischen E.on und RWE und die Aufteilung der RWE-Tochter Innogy gut an. Bei den Verbrauchern und Konkurrenten herrscht dagegen die Sorge, dass Megakonzerne mit großer Marktmacht entstehen. Der Wettbewerb im Strommarkt soll dadurch gefährdet sein, was zu höheren … mehr