DAX
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Start in die DAX-Berichtssaison: Darauf müssen sich Anleger einstellen.

Endlich ist es soweit: Nachdem in den vergangenen beiden Wochen bereits viele US-Konzerne über ihr abgelaufenes Geschäfte berichtet haben, werden nun auch die DAX-Konzerne ihre Quartalsbilanzen vorlegen. Was können Anleger erwarten?

Es liegt eine spannende Woche vor uns. Aus DAX und MDAX legen zahlreiche Unternehmen Zahlen für das letzte Geschäftsquartal vor. Am Mittwoch öffnen der Software-Konzern SAP und der Autobauer Volkswagen die Bücher. Hinzu kommen aus dem MDAX der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones sowie der Sportartikelhersteller Puma. Am Donnerstag stehen dann der Chemieriese BASF, der Autobauer Daimler und der Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister auf der Agenda.

Gegenbewegung bis 7.000 Punkte überfällig

Entscheidend für die Entwicklung der Aktienmärkte werde sein, wie stark sich die konjunkturelle Abkühlung in den Ergebnissen und Ausblicken der Konzerne widerspiegeln werde, schrieben die Analysten der Landesbank Berlin in einer Studie. Nach dem starken Kursanstieg seit Juni und der positiven Entwicklung in der Schuldenkrise rechnen die Experten jedoch mittelfristig mit einer Gegenbewegung der Aktienmärkte. Diese sei überfällig und werde den DAX auf ein Niveau um 7.000 Punkte fallen lassen.

US-Konzerne haben enttäuscht

Nach Einschätzung von Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp könnten kurzfristig die bisher verhalten verlaufene Berichtssaison und die fallenden Gewinnerwartungen für 2013 die Aktienmärkte belasten. Die Quartalszahlen von Branchenriesen wie den Technologiekonzernen IBM und Intel und dem Chemiekonzern Akzo Nobel hätten Anleger bisher enttäuscht.

 Werden die Erwartungen (über)erfüllt?

Wichtiger als die absoluten Quartalsergebnisse werden für die Aktienkurse die Abweichungen der tatsächlichen Ergebnisse von den Konsensschätzungen sein. Auch der Ausblick wird entscheidend sein. Insgesamt bleibt viel Spielraum für positive, aber auch für negative Überraschungen.

mit Material von dpa-AFX

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