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Stammzellenforschung - US-Senat gibt grünes Licht

Stammzellen versprechen bei der Behandlung von gefährlichen Erkrankungen wie Krebs großes Erfolgspotenzial. Der Börsenbrief BIOTECH-REPORT, Deutschlands führende Publikation für Biotechnologie-Aktien, stellt die aussichtsreichsten Stammzellen-Unternehmen vor.

Stammzellen versprechen bei der Behandlung von gefährlichen Erkrankungen wie Krebs großes Erfolgspotenzial. Der Börsenbrief BIOTECH-REPORT, Deutschlands führende Publikation für Biotechnologie-Aktien, stellt die aussichtsreichsten Stammzellen-Unternehmen vor.

Von Olaf Hordenbach

Dass die Stammzellenforschung ein vielversprechender Ansatz für die Heilung vieler bisher noch unheilbarer Krankheiten ist, ist nicht erst seit ihrem größten Verfechter, dem vor kurzem verstorbenen Schauspieler Christopher Reeves bekannt. Zwar kann sich der ehemalige "Superman-Darsteller" nun nicht mehr für die noch immer heftig umstrittene Forschung stark machen, doch die Stammzellenforschung hat noch andere prominente Fürsprecher, wie beispielsweise den Schauspieler Michael J. Fox, der selbst an der Parkinsonschen Krankheit leidet und für seinen Appell an den US-Kongress sogar persönlich nach Washington reiste. "Eine Legalisierung der Stammzellenforschung wäre ein Gesetz für das Leben", so Fox wörtlich zu einem Pressevertreter.

US-Senat lenkt ein

Wohl nicht zuletzt um wiedergewählt zu werden, hat Präsident Bush im Jahr 2001 der Stammzellenforschung harte Restriktionen auferlegt. Dem Gesetz zufolge erhält seitdem nur derjenige staatliche Fördermittel, der an den bis dato bereits etablierten Stammzellen-Linien arbeitet. Die Restriktionen haben dazu beigetragen, dass dieser wichtige Forschungszweig in den letzten Jahren nur schleppend vorankam und dabei könnten Stammzellentherapien die jährlichen Gesundheitskosten dramatisch reduzieren.

Doch nicht alle US-Politiker teilen die Meinung ihres konservativen Präsidenten George W. Bush. In den letzten Monaten haben sich immer mehr US-Staaten wie Kalifornien, Connecticut oder New Jersey gegen die Restriktionen in der Stammzellenforschung ausgesprochen und eigene Finanzierungsprogramme aufgelegt, um die Entwicklungen zu beschleunigen.

Am 13. Juli umging auch der Gouverneur von Illinois, Blagojevich, das Gesetz, indem er eine eigene Behörde gründete. Das "Illinois Regenerative Medicine Institute" wird neben der nichtkontroversen Forschung mit adulten Stammzellen und Stammzellen aus Nabelschnurblut auch die embryonale Stammzellenforschung finanziell unterstützen. Rund zehn Millionen Dollar Steuergelder will Blagojevich im Rahmen dieser Maßnahme für die Forschung bereitstellen. An Embryonen mangelt es im Staate Illinois nicht, in den Fortpflanzungskliniken lagern gegenwärtig etwa 70.000 überzählige Embryonen, die nicht mehr für reproduktive Zwecke benötigt werden. Einzig und allein das Gesetz stand bisher ihrer Nutzung im Wege. Die Ende Juli erfolgte Zustimmung des US-Senats zu einem Gesetzentwurf, der auch der embryonalen Stammzellenforschung Fördergelder zusichert und die Nutzung der gelagerten Embryonen erlaubt, wird der Forschung in den USA aber schon bald wieder den gewünschten Auftrieb verleihen.

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