ThyssenKrupp
- Maximilian Völkl

Stahlrallye: Entspannung im Handelsstreit – ThyssenKrupp, Salzgitter und Co ziehen an

Im globalen Handelskonflikt deutet sich eine Entspannung an. US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker haben den Streit vorerst beigelegt. Dass es dabei nicht nur um Zölle für Autos geht, beweist die Reaktion der Stahlaktien. Die Papiere von Salzgitter, ThyssenKrupp und ArcelorMittal legen am Donnerstag deutlich zu.

„Die Nachricht, dass die USA und die EU in ihrem brütenden Handelsstreit einem vorübergehenden Waffenstillstand zugestimmt haben, dürfte für eine Neubewertung der unerklärlicherweise billigen Stahlaktien hilfreich sein“, schlussfolgerte Jefferies-Analyst Seth Rosenfeld in einer Branchenstudie.

Laut dem Experten gebe es zwar noch Restrisiken und die US-Zölle für Stahlimporte aus Europa blieben vorerst bestehen. Die Befürchtungen eines Zusammenbruchs der Handelsbeziehungen seien nun aber auf Eis gelegt. Der unerwartete vorläufige Durchbruch sollte die Stahlpreise in Europa stützen. In den USA dürften die Preise dagegen fallen.

Spannende Situation

Für die Stahlhersteller Salzgitter, ThyssenKrupp und ArcelorMittal ist die Entspannung eine gute Nachricht. Der Stahlhändler Klöckner & Co dagegen galt als Profiteur der Stahlzölle und des dadurch ausgelösten Preisanstiegs in den USA. US-Präsident Trump bleibt aber ohnehin unberechenbar, neue Wendungen im Handelskonflikt sind jederzeit möglich. Anleger sollten deshalb vorerst weiter an der Seitenlinie bleiben. Eine Ausnahme bildet ThyssenKrupp. Hier ist bei einer Zerschlagung eine Neubewertung möglich.

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