Stada
- Marion Schlegel - Redakteurin

Stada-Aktie nicht zu bremsen: Übernahme-Spekulationen heizen den Kurs an

Übernahmefantasie haben Stada-Aktien am Mittwoch zeitweise mehr als zehn Prozent ins Plus katapultiert und damit auf den höchsten Kurs seit Juli 2008. Am Nachmittag notiert das Papier 6,9 Prozent im Plus bei 46,63 Euro. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, demzufolge der Arzneimittelhersteller mit dem Investor CVC Capital über eine Übernahme verhandele. Das "Wall Street Journal" schrieb am Mittwoch in seiner Internet-Ausgabe unter Berufung auf eingeweihte Personen, dass bereits erste Treffen des Managements mit dem Investor stattgefunden hätten. Dem Bericht zufolge könnte Stada mit bis zu 3,7 Milliarden Euro oder rund 60 Euro je Aktie in solch einer Transaktion bewertet werden. Wie die Zeitung mit Verweis auf nicht genauer genannte Informanten schreibt, sollen auch andere Private-Equity-Firmen Kontakt zu Stada aufgenommen haben. Auch an anderer Stelle wird das Pharma-Unternehmen von Investoren unter Druck gesetzt. So fordert der größte Einzelaktionär, die Active Ownership Capital (AOC) den Umbau des Unternehmens und will dafür zunächst Veränderungen im Aufsichtsrat vornehmen.

Der ins Visier von Finanzinvestoren geratene Pharmakonzern will sich nicht zu Berichten über mögliche Verkaufspläne des Unternehmens äußern. "Wir kommentieren solche Gerüchte nicht", sagte ein Sprecher des Generikaherstellers am Mittwoch.

Quartalszahlen übertreffen Erwartungen

Erst vor wenigen Tagen veröffentlichte Stada das Zahlenwerk zum ersten Quartal 2016. Und dieses konnte sich sehen lassen: Es lag deutlich über den Erwartungen. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 497,1 Millionen Euro. Die bereinigten Erlöse konnten gar um vier Prozent auf 502,4 Millionen Euro zulegen. Beim Konzerngewinn gelang Stada ein Anstieg um 40 Prozent auf 29,6 Millionen Euro. Ohne Sondereffekte steht immer noch ein Plus von sechs Prozent zu Buche.

In der aktuellen Ausgabe des AKTIONÄR (22/16) wurde die Aktie bereits als heißer Übernahmekandidat gehandelt. Anleger, die der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt sind, können sich nun bereits über schöne Anfangsgewinne freuen. Die Aktie sollte aber in jedem Fall weiter gehalten werden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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