Stada
- Marion Schlegel - Redakteurin

STADA-Aktie: Wirklich im Minus?

Seit Monaten geht es nahezu nur in eine Richtung bei der Aktie der im MDAX notierten STADA, nach oben. Lediglich ein Dividendenabschlag in Höhe von 50 Cent zwang den Wert am Donnerstag zu einer Unterbrechung dieses Trends.

Die Aktie des MDAX-Konzerns STADA verzeichnet am späten Nachmittag einen Verlust von 1,2 Prozent oder 40 Cent auf 33,76 Euro. Was auf den ersten Blick als Korrektur aussieht, ist in Wirklichkeit aber einer Dividendenausschüttung geschuldet. Am heutigen Donnerstag wird der Wert ex Dividende gehandelt. Der Konzern schütte 50 Cent je Anteilschein an seine Anteilseigner aus. Umgerechnet läge die Aktie also sogar im Plus und setzt damit die seit Monaten laufende Aufwärtsbewegung fort.

Starker Ausblick

Ohnehin läuft es bei dem Arzneimittelkonzern rund. Auf der Hauptversammlung zog der Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff in Frankfurt am Main ein positives Resümee für das Geschäftsjahr 2012 und bestätigte den positiven Ausblick für den Konzern bis 2014. „2012 haben wir erneut schwierige Situationen gemeistert und gleichzeitig sich uns bietende Chancen genutzt, so dass wir die langjährige Erfolgsgeschichte von STADA fortsetzen und unsere Position in einem sich verschärfenden Wettbewerbsumfeld weiter festigen konnten", so Retzlaff laut Redemanuskript.

In seiner Rede ging Retzlaff zunächst auf die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2012 ein und beleuchtete auch die Ergebnisse des ersten Quartals 2013. Die Internationalisierung des STADA-Konzerns und der Ausbau der Markenprodukte seien planmäßig vorangetrieben und beim Kosteneffizienzprogramm „STADA - build the future" weitere Erfolge erzielt worden.

Der Vorstandsvorsitzende fasste im Anschluss die Chancen und Risiken des Konzerns zusammen und bestätigte angesichts der strategischen Erfolgsfaktoren - trotz eines weiterhin herausfordernden Umfelds - den positiven Ausblick für das Geschäftsjahr 2013. Retzlaff bestätigte auch die für 2014 in Aussicht gestellte Langfristprognose, die er mit Blick auf einen verbesserten Produkt- und Regionalmix, weitere Kostensenkungspotenziale und andere Ertrags verbessernde Maßnahmen sowie die sich bietenden Wachstumschancen, insbesondere in den Generika-Schwellenländern der Marktregion Zentraleuropa und den Marktregionen CIS/Osteuropa sowie Asien & Pazifik, weiterhin für erreichbar hält.

Gewinne laufen lassen

Der Wert bleibt weiterhin sehr interessant. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über die Marke von 34 Euro, würde die Aktie erst im Bereich von 49 Euro auf den nächsten Widerstand treffen. Investierte Anleger bleiben deswegen dabei und lassen ihre Gewinne mit einem Stopp bei 25,90 Euro laufen.

Mit Material von dpa-AFX.

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