Stada
- Marion Schlegel - Redakteurin

Stada: US-Investor steigt ein – akute Übernahmefantasie

Übernahmefantasie hat den Aktien von Stada am Dienstag vorbörslich abermals Rückenwind verliehen. Zeitweise verteuerte sich das Papier beim Broker Lang & Schwarz (L&S) um fast fünf Prozent. Der US-Investor Guy Wyser-Pratte stieg bei dem unter Druck stehenden Arzneimittelhersteller ein. "Wir haben in den vergangenen Monaten einen Aktienbestand aufgebaut, noch liegen wir unter drei Prozent bei Stada", sagte Wyser-Pratte dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Er forderte in dem Interview einen Zusammenschluss mit einem internationalen Konkurrenten, da das Stada-Management die Internationalisierung des Generika-Herstellers nicht energisch genug vorangetrieben habe. "Da wurden Chancen verpasst", sagte Wyser-Pratte der Zeitung. Wyser-Pratte scheine auf den Übernahmezug aufgesprungen zu sein, kommentierte ein Händler die Meldung. 

Stada steht bereits unter Druck, seit sich im Frühjahr der aktivistische Investor Active Ownership Capital (AOC) mit einem größeren Anteilspaket in das Unternehmen eingekauft hat. Aktivistische Investoren mischen sich lautstark in die Unternehmensführung ein. Auch Guy Wyser-Pratte zählt zu dieser Gruppe. Er ist seit langem in Deutschland aktiv. So hatte er den Umbau der Vorläufergesellschaft IWKA des heutigen Roboterspezialisten Kuka erzwungen. Auch beim Bahntechnik-Konzern Vossloh war er einst eingestiegen. In den vergangenen Jahren war es aber eher ruhig um Wyser-Pratte geworden.

Ende Mai hatte ein Medienbericht über Gespräche mit CVC Capital Partners den Aktienkurs von Stada in die Höhe schnellen lassen. Anfang Juni dementierte ein Konzernsprecher dies aber. Die Papiere kosten derzeit wieder in etwa so viel wie Mitte Mai.

Investiert bleiben

Die ersten großen Kursgewinne am Morgen sind mittlerweile etwas abgeebbt. Derzeit notiert das Papier von Stada 0,9 Prozent im Plus. Im AKTIONÄR 22/16 wurde die Aktie bereits als heißer Übernahmekandidat vorgestellt. Anleger bleiben bei dem Papier an Bord und setzen auf weitere Übernahmegewinne.

(Mit Material von dpa-AFX)

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