Stada
- Marion Schlegel - Redakteurin

STADA: 50 Prozent Gewinn trotz fehlendem neuen Angebot

Die Übernahme des deutschen Arzneimittelherstellers STADA wird jetzt wohl nun doch durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven erfolgen. Zwischenzeitlich hieß es, dass der chinesische Branchenkollege Shanghai Pharmaceuticals und die Finanzinvestoren Advent Permira ein Angebot von 70 Euro je Aktie abgeben könnten. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen nun berichtet, haben sich diese aber nun wohl gegen ein Angebot entschieden. Die beteiligten Parteien hätten sich nicht über ein neues Gebot einigen können. Vorausgegangen war ein mehrwöchiger Bieterwettstreit von Bain und Cinven gegen das konkurrierende Konsortium aus Advent und Permira. Nun werden STADA-Aktionäre wohl für jede ihrer Aktien eine Barzahlung von 65,28 Euro plus eine Dividende für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 0,72 Euro erhalten. Der Hersteller von Nachahmermedikamenten und rezeptfreien Markenprodukten hat seinen Aktionären empfohlen, das 5,3 Milliarden Euro schwere Angebot anzunehmen. Die Annahmefrist läuft bereits und geht noch bis zum 8. Juni. STADA, bekannt für Produkte wie die Sonnencreme Ladival und und das Erkältungsmittel Grippostad, befindet sich zu 100 Prozent in Streubesitz. Die Offerte kommt nur durch, wenn die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent erreicht wird.

Kursgewinn von 50 Prozent

Die Aktie von STADA war nach Bekanntwerden des eventuellen weiteren Gegenangebots von Shanghai und Co. zeitweise bis auf 67,60 Euro angestiegen. Nun hat das Papier wieder etwas korrigiert und notiert jetzt bei knapp 65 Euro und damit in Nähe des wahrscheinlichen Übernahmepreises. DER AKTIONÄR hatte die Aktie von STADA vor knapp einem Jahr bereits als Übernahmekandidat zu einem Kurs von 43,80 Euro empfohlen. Die Spekulation ist nun aufgegangen. Der wahrscheinliche Übernahmepreis von 66 Euro bedeutet für Anleger einen Gewinn von rund 50 Prozent.


 

Crashkurs Charttechnik

Autor: Horntrich, Markus
ISBN: 9783864704642
Seiten: 176
Erscheinungsdatum: 09.05.2017
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Charttechnik-Experte Markus Horntrich, Chefredakteur des Börsenmagazins "Der Aktionär", erklärt die Grundlagen der Technischen Analyse. Nach der Lektüre dieses Buches wissen die Leser, wie eine Aktienkurve zu interpretieren ist, welche Chartformationen es gibt und welche Aussagen sich mithilfe der Technischen Analyse über die Entwicklung der Märkte und einzelner Aktien treffen lassen. Mit der Charttechnik bekommen sie ein mächtiges Instrument an die Hand, mit dem sie erfolgreich an der Börse agieren können. Jetzt grundlegend überarbeitet und aktualisiert!

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Michel Doepke | 1 Kommentar

STADA-Übernahme: Singer setzt sich durch

Hedgefonds Elliott, unter der Leitung von Paul Singer hat es geschafft: Das Investorenduo Bain Capital und Cinven sind bereit, für alle ausstehenden STADA-Aktien den geforderten Preis von 74,40 Euro zu zahlen. Singers Spekulation geht damit auf. Vorbörslich legen die MDAX-Titel rund vier Prozent … mehr