TANFIELD GROUP PLC LS-,01
- DER AKTIONÄR

Sprit aus der Steckdose

Diesel kostet so viel wie nie, wer derzeit beim Tanken entspannt bleibt, ist entweder Top-Verdiener oder hat im Preisausschreiben mehrere Gratis-Tankfüllungen gewonnen. Von Erholung keine Spur: Der Sprit wird wohl noch teurer. Diese Entwicklung könnte ein Unternehmen in den Fokus rücken, das hierzulande noch kaum jemand kennt: Tanfield Group.

Saubere Energien sind angesagt bei Konsumenten und Anlegern. Tanfield bietet eine hochinteressante Story.

Diesel kostet so viel wie nie, wer derzeit beim Tanken entspannt bleibt, ist entweder Top-Verdiener oder hat im Preisausschreiben mehrere Gratis-Tankfüllungen gewonnen. Von Erholung keine Spur: Der Sprit wird wohl noch teurer. Nachdem der Ölpreis vor wenigen Tagen über 90 Dollar je Barrel kostete, stellt sich für die Analysten nicht mehr die Frage, ob, sondern wann die Marke von 100 Dollar fällt. Diese Entwicklung könnte ein Unternehmen in den Fokus rücken, das hierzulande noch kaum jemand kennt: Tanfield Group. Der britische Konzern produziert über seine Tochter Smith Electric Vehicles Fahrzeuge, die von einer aufladbaren Batterie angetrieben werden. Abnehmer sind fast ausschließlich Geschäftskunden, unter anderem TNT und DHL.

Wichtige Vorzüge

Elektromobile weisen generell eine hohe Effizienz auf und benötigen relativ wenig Energie. Beim 3,5 Tonnen schweren Modell Smith Edison etwa reicht eine „Tankfüllung“ für 230 Kilometer. Das Gefährt beschleunigt von 0 auf 50 Stundenkilometer schneller als ein Diesel und schafft in der Spitze 80 Stundenkilometer. Damit ist der Smith Edison ideal für den Stadtverkehr. Weitere Vorteile der Elektro-Modelle: Sie sind allesamt extrem leise und sehr klimafreundlich, da keinerlei Emissionen anfallen. Aus diesem Grund sind sie von der City-Maut, die in vielen europäischen Großstädten kassiert wird, befreit.

Auf in die USA

Darüber hinaus baut die Tanfield-Tochter elektrisch betriebene Spezialwagen für Flughäfen. Hierzu gehören Fahrzeuge mit integrierter ausfahrbarer Treppe oder große Passagiertransportbusse. Ein interessantes Geschäftsfeld – schließlich werden im Zuge der Globalisierung weltweit etliche Flughäfen gebaut.

Für das erste Halbjahr hat Tanfield starke Zahlen vorgelegt: Der Umsatz kletterte um 120 Prozent auf 53 Millionen Euro, der Vorsteuergewinn stieg sogar um 200 Prozent auf 7,7 Millionen Euro. Viel Beachtung am Markt bekamen die Briten auch für eine vor Kurzem ausgehandelte Kooperation mit Ford, die Tanfield den Einstieg in den amerikanischen Markt ermöglicht. Die Produktion in den Vereinigten Staaten beginnt noch im Dezember.

Fazit

Klimafreundliche Liefer- und Spezialwagen mit geringem Verbrauch – solche Storys, das zeigt der Tanfield-Chart, lieben die Anleger. Angesichts des erwarteten Gewinnwachstums von über 100 Prozent ist die Aktie mit einem 2008er-KGV von 24 nicht teuer. Nur mit Limit ordern!

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 45/2007.

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