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Springer auf ProSieben

Die Verlagsgruppe Axel Springer kauft ProSiebenSat.1. Der große Gewinner heißt Haim Saban. Sein damaliger Einstieg beim Medienkonzern hat sich als goldrichtig erwiesen.

Die Verlagsgruppe Axel Springer kauft ProSiebenSat.1. Der große Gewinner heißt Haim Saban. Sein damaliger Einstieg beim Medienkonzern hat sich als goldrichtig erwiesen.

Von Sebastian Grebe

Nach monatelangen Verhandlungen hat Springer-Chef Mathias Döpfner vergangene Woche sein Ziel erreicht: Springer übernimmt die Aktien der Investorengruppe um Haim Saban und damit die Mehrheit an der Sendergruppe ProSiebenSat.1. Dieses Geschäft lässt sich Springer einiges kosten: Insgesamt bezahlt der Verlag 2,47 Milliarden Dollar. Dafür hält er nun 100 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien und 25 Prozent der stimmrechtslosen Vorzugsaktien. Damit erhöht Springer seinen Anteil an der Sendergruppe von zwölf auf 62,5 Prozent.

Übernahmeangebot für Vorzugsaktionäre

Die verbleibenden Vorzugsaktionäre sollen ein Übernahmeangebot erhalten. Springer bietet jedoch lediglich den gewichteten Durchschnittskurs der drei Monate vor Abgabe des Angebots, das sind 14,10 Euro pro Aktie. Im Vorfeld der Übernahme notierte ProSiebenSat.1 bereits deutlich über diesem Wert.

Der große Gewinner des Geschäfts ist Haim Saban, der die Sendergruppe aus der Kirch-Konkursmasse gekauft hatte. Mit dem aktuellen Abschluss erzielt er einen Gewinn von rund 200 Prozent.

Schachmatt!

Experten rechnen nicht mit einer Nachbesserung des aktuellen Angebots von 14,10 Euro pro Vorzugsaktie. Vor diesem Hintergrund macht ein Investment keinen Sinn.

 

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