Google
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Spannung vor Google-Show: Uhren und Brillen gegen Apple

Computer-Uhren, Datenbrillen, Heimvernetzung und die meistverkaufte Smartphone-Plattform der Welt: Bei seiner Entwicklerkonferenz Google I/O kann der Internet-Gigant in diesem Jahr seine ganze Spannbreite demonstrieren. Bei dem Treffen von über 5000 Entwicklern am Mittwoch und Donnerstag dürfte jedoch vor allem das Betriebssystem Android Wear für Uhren und andere kleine Geräte im Mittelpunkt stehen. Vielleicht gibt es auch ein neues Update für das Android-System für Smartphones und eine Software für Gesundheitsdaten.

Die jährliche Google I/O ist ein Fixpunkt im Google-Universum. Hier werden Software-Neuerungen vorgestellt. Hier umgarnt der Konzern die App-Entwickler, die eine Smartphone-Plattform erst attraktiv für Entwickler machen. Hier wird die Strategie für die Zukunft skizziert.

Selbstfahrendes Auto
Der Konzern präsentierte zuletzt den Prototypen seines eigenen selbstfahrenden Autos. Weiterhin kaufte der Konzern einen Hersteller von Satelliten und einen Drohnen-Entwickler. Und für 3,2 Milliarden Dollar wurde der Hersteller vernetzter Thermostate und Rauchmelder Nest geschluckt, der jetzt als Google-Tochter wiederum nach Dropcam, einem Anbieter von Überwachungskameras mit Internet-Anschluss, greift.

Bei allen neuen Aktivitäten spielen Daten nach wie vor die Schlüsselrolle für Google: Der Konzern verdient sein Geld trotz der Vorstöße in immer neue Bereiche immer noch vor allem mit Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche. Mit anderen Worten: Die Pläne für selbstfahrende Autos, Ballons für Internet-Zugang aus der Luft oder den vernetzten Haushalt werden von den Leuten finanziert, die auf Anzeigen bei Google klicken.


Apple vs. Google

Apple und Google haben derzeit mehrere ähnliche Themen auf dem Zettel. So wird zur Entwicklerkonferenz die Plattform Google Fit erwartet, über die man Fitness- und Gesundheitsdaten sammeln kann. Der iPhone-Konzern kündigte für Herbst bereits seinen Dienst HealthKit an. Und während sich die Hinweise auf eine Computeruhr von Apple zum Weihnachtsgeschäft häufen, dürfte bei der I/O das System Android Wear mit Googles Vision für Geräte am Handgelenk eine Hauptrolle spielen.

Android hält sich beim Smartphone-Absatz bei einem Marktanteil von 80 Prozent und das gibt Google zumindest theoretisch einen Vorteil, wenn es um die Vermarktung zusätzlicher Geräte geht. Allerdings ist die Datenbrille Google Glass zwei Jahre nach der großen Vorstellung eines Prototypen bei der I/O 2012 trotzdem noch nicht in den breiten Verkauf gekommen. Das könnte sich jedoch noch dieses Jahr ändern.

Basisinvestment Google

Die Google-Aktie ist angesichts eines 2015er-KGVs von 18 ein klarer Kauf. Der Weltmarktführer für die Internetsuche profitiert vom boomenden Verkauf von Smartphones. Auch neue Produkte wie die 2014 erscheindende Google Glass sorgen für Fantasie. Der charttechnische Aufwärtstrend ist intakt.

Mit Material von dpa-AFX.

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