- Michael Schröder - Redakteur

Sorgen um Bankenkrise und EU-Rettungsschirm: Kann die Commerzbank trotzdem steigen?

Der DAX startet fester in die neue Handelswoche. Auch bei der Commerzbank hat der Verkaufsdruck etwas nachgelassen. Die Aktie kann sich aber noch nicht nahhaltig von den Tiefstständen lösen. Sorgen um eine weitere Bankenkrise hängen wie ein Damoklesschwert über dem Finanztitel. Wie können Anleger agieren?

Die Stimmung bei den heimischen Banken bleibt auch zu Beginn der letzten August-Woche weiter eher verhalten. DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach erklärt, dass die Aktienmärkte derzeit allem Anschein nach eine Schieflage oder sogar eine mögliche Insolvenz einer europäischen Bank einpreisen. Am Wochenende hat die neue IWF-Chefin Christine Lagarde eindringlich vor einer weiteren Bankenkrise gewarnt und eine Rekapitalisierung der Institute in der Eurozone angemahnt. Nach Aussage der IWF-Chefin sollten die Kreditinstitute notfalls dazu gezwungen werden, ihr Kapital aufzustocken. Zudem mehren sich die Sorgen, dass der europäische Rettungsschirm es nicht durch die nationalen Parlamente schaffen wird.

Übertriebener Kursrutsch

Italienische, spanische und auch deutsche Geldinstitute haben in den letzten Wochen ihren Wert teilweise mehr als halbiert. Auch die Aktie der Commerzbank stand deutlich unter Druck. Mittlerweile hat der Verkaufsdruck zwar etwas nachgelassen. Dennoch kann sich die Aktie noch nicht nachhaltig von den Tiefstständen lösen. Einzelne Analysten sehen weiterhin deutliches Kurspotenzial. So hat die französische Investmentbank Cheuvreux die Einstufung für die Commerzbank-Aktie in der Vorwoche auf "Outperform" mit einem Kursziel von 4,10 Euro belassen. Damit sehen die Experten vom aktuellen Niveau aus ein Kurspotenzial von mehr als 100 Prozent. Auch die Analysten der Deutschen Bank raten bei der Commerzbank-Aktie zum Kauf. Sie sehen den Titel bei 3,75 Euro fair bewertet. 

Klare Ziele

DER AKTIONÄR hält an seinem Fazit fest: Es bleibt schwer, eine Einschätzung zur kurzfristigen Entwicklung der Commerzbank-Aktie abzugeben. Konservative Anleger sollten mit einem Investment weiter warten, bis sich die Situation bei den Finanztiteln beziehungsweise an den Börsen merklich entspannt hat. Risikobewusste Anleger können bei Kursen unter 2,00 Euro eine Position aufbauen und damit auf eine Gegenbewegung bis in den Bereich um 2,25 Euro spekulieren. Die Position sollte bewusst klein gehalten und der Stopp bei 1,60 Euro platziert werden. Das gilt auch für Trader, die zuletzt bereits zwischen 1,75 und 1,90 Euro eingestiegen sind.

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