Singulus Technologies
- DER AKTIONÄR

Sonnige Zeiten?

Singulus war in den vergangenen Jahren nicht unbedingt der Liebling der Börse. Der Weltmarktführer für Anlagen zur Herstellung von CDs und DVDs geriet im Wettbewerb der beiden Standards Blu-Ray und HD-DVD zwischen die Fronten. Da sich bislang kein Format als DVD-Nachfolger etablieren konnte, stellten viele Unternehmen ihre Investitionen in die neuen Anlagen zunächst zurück und sorgten bei Singulus für einen Umsatzeinbruch.

Singulus überraschte die Börse mit der Ankündigung ins Solargeschäft einzusteigen. Doch der Schritt ist weniger abwegig, als er auf den ersten Blick erscheinen mag.

Singulus war in den vergangenen Jahren nicht unbedingt der Liebling der Börse. Der Weltmarktführer für Anlagen zur Herstellung von CDs und DVDs geriet im Wettbewerb der beiden Standards Blu-Ray und HD-DVD zwischen die Fronten. Da sich bislang kein Format als DVD-Nachfolger etablieren konnte, stellten viele Unternehmen ihre Investitionen in die neuen Anlagen zunächst zurück und sorgten bei Singulus für einen Umsatzeinbruch.

Licht am Ende des Tunnels

Doch der Verkaufsstart von Sonys Playstation 3, die ein Blu-Ray-Laufwerk an Bord hat, sowie die wachsende Nachfrage nach hochauflösenden Filmen bringen inzwischen Bewegung in den Markt. Aufgrund der guten Verkaufszahlen bei HDTV-Geräten in den letzten Jahren rechnen Experten mit einem Anstieg verkaufter Filmdiscs von aktuell 248 Millionen Stück auf 1,2 Milliarden in 2009. Auch die Entwicklung anderer Formate wie der Total HD Disc, die mit beiden Formaten kompatibel ist, oder der chinesischen EVD verstärkt den Druck auf die großen Hersteller ihren Standard zu etablieren. Langfristig sehen Experten die Blu-Ray-Disc vorne, da sie mit 50 Gigabyte die größte maximale Speicherkapazität aufweist. Für Singulus wäre dieses Szenario ideal, da man mit dem Verkauf neuer Blu-Ray-Anlagen deutlich mehr verdient als mit der kostengünstigeren Aufrüstung bestehender DVD-Anlagen auf den HD-DVD-Standard.

Zukunftsmärkte

In den nächsten Jahren stehen bei Singulus aber neue Geschäftsfelder, wie die automatische Brillenbeschichtung, bei der man bisher einziger Anbieter ist, auf dem Plan. Im Dezember wurden bereits drei Testautomaten ausgeliefert, 2007 rechnet Vorstand Stefan Baustert hier mit fünf bis sieben Aufträgen. Für Aufsehen sorgte zudem die Ankündigung, in den Anlagenbau für Solarzellen einzusteigen – schließlich kämpft die Branche derzeit eher mit Überkapazitäten sowie steigenden Siliziumpreisen. Singulus setzt hier jedoch auf Dünnschichtmodule, die zwar einen geringeren Wirkungsgrad aufweisen, für die aber weder Silizium noch sogenannte rigide Substrate wie Glas oder Aluminium benötigt werden. Daher eignen sie sich für den mobilen Einsatz etwa als eingebaute Ladegeräte in Handys und Laptops. Das Volumen dieses noch jungen Marktes für integrierte Solartechnik wird in einer Studie des Fraunhofer-Instituts auf zehn Milliarden Dollar bis zum Jahr 2025 geschätzt.

Für Langfristanleger!

Seit der letzten Empfehlung in Ausgabe 47/06 legte die Aktie bereits um zwölf Prozent zu. Die Trendwende im Markt für optische Speichermedien sowie der Einstieg ins Solargeschäft eröffnen Singulus in den nächsten Jahren weiteres Kurspotenzial. Langfristig orientierte Anleger sollten sich die Aktie auf dem aktuellen Niveau ins Depot legen.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 02/2007.

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