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Sonnensand

Der verkannte Solarwert PVA Tepla AG steht vor einem rasanten Wachstum. Die Aktie hat noch viel Potenzial nach oben.

Sand am Meer. Ein Stoff, aus dem Urlaubs-, aber auch Solarträume gemacht sind. Besteht doch Quarzsand vorwiegend aus Siliziumdioxid – der Grundstoff für Solarzellen. Aus dem Sand wird zunächst in Öfen Rohsilizium gewonnen. In Kristallzuchtanlawerden schließlich Kristalle unter anderem für Solarwafer gezogen.

Stürmischer Auftragseingang

Auf diesem Wege weht der in der Solarbranche herrschende Aufwind auch in die Büros der PVA Tepla AG. Der Hersteller von Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung von Industrie-Werkstoffen hat rechtzeitig auf High-Tech-Kristallzucht-Anlagen zur Produktion hochwertiger Silizium-Einkristalle gesetzt. Der Auftragseingang in diesem Geschäftsbereich hat sich in den ersten drei Quartalen auf 16,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verdreifacht. Am 21.12.2005 wurde von einem Hersteller von Siliziumwafern ein weiterer Auftrag in Höhe von rund acht Millionen Euro an Land gezogen. Und es geht weiter: „Wir stehen mit einigen weiteren potenziellen Kunden in engem Kontakt“, so PVA-Vorstand Arnd Bohle im Gespräch mit dem aktionär. Bohle erwartet, dass 2006 Kristallzuchtanlagen einen großen Teil des bisher von Vakuum- und Plasmaanlagen dominierten Geschäfts der Asslarer Firma ausmachen. Insgesamt wird ein Umsatzanstieg von 30 Prozent auf rund 66 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von vier bis sechs Prozent in Aussicht gestellt. Für 2005 stehen die Zahlen noch aus. Anvisiert war eine EBIT-Marge von einem bis drei Prozent. „Dies haben wir am oberen Ende erreicht“, erklärt Bohle. Angesichts des rasenden Absatzes des High-Tech-Kristallanlagen ist es kaum zu glauben, doch dieser Geschäftsbereich fährt derzeit noch mit angezogener Handbremse. So hat sich etwa ein bereits gemeldeter Großauftrag aus China wegen der Knappheit von Rohsilizium verzögert. Bis 2007 dürfte der weltweite Engpass des Kristallanlagen-Rohstoffs noch anhalten. Ab dann sind die Kapazitäten aber erweitert und Solarzellenhersteller dürften noch intensiver in Kristallzuchtanlagen investieren.

Beste Aussichten

PVA Tepla ist ein bislang verkannter Solarwert, der aktuell aus seiner charttechnischen Konsolidierung nach oben ausbricht. Angesichts der Wachstumsaussichten ist das 2007er-KGV von 22 ein Kaufargument.

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