Trina Solar Technology
- DER AKTIONÄR

Sonnenpower aus Fernost

Vielen Produktimporten aus China stehen Verbraucher eher kritisch gegenüber. Dies ist vor allem bei qualitativ minderwertigen Plagiaten verständlich. Dass es auch anders geht, beweist die Umweltbranche. Nachdem vor allem deutsche Unternehmen eine Vorreiterrolle übernommen haben, drängten in jüngster Vergangenheit einige chinesische Solarfirmen aufs Parkett, die sich in Sachen Qualität nicht zu verstecken brauchen.

Mit Trina Solar leuchtet ein junger Stern am Solarhimmel. Die chinesische Firma glänzt mit traumhaften Wachstumsraten und einer günstigen Bewertung.

Vielen Produktimporten aus China stehen Verbraucher eher kritisch gegenüber. Dies ist vor allem bei qualitativ minderwertigen Plagiaten verständlich. Dass es auch anders geht, beweist die Umweltbranche. Nachdem vor allem deutsche Unternehmen eine Vorreiterrolle übernommen haben, drängten in jüngster Vergangenheit einige chinesische Solarfirmen aufs Parkett, die sich in Sachen Qualität nicht zu verstecken brauchen. Ein gutes Beispiel dafür ist Trina Solar.

Hand in Hand

Unter Anlegern ist die seit Dezember 2006 an der Nasdaq gelistete Firma aus Fernost zwar noch relativ unbekannt. Doch die Konkurrenz aus Deutschland weiß die Vorzüge des Solarproduzenten bereits zu schätzen. Erst im Januar 2007 schloss Q-Cells mit Trina einen Vertrag über die Lieferung von Solarwafern. Im Gegenzug bekommen die Chinesen technische Unterstützung beim Bau ihrer neuen Fabrik, mit der die Produktionskapazität von derzeit 75 Megawatt Leistung bis zum Jahresende verdoppelt werden soll. Bei Wacker Chemie hingegen steht der Solarneuling auf der Kundenseite – ab 2009 liefern die Bayern Polysilizium für die Modulherstellung ins Reich der Mitte. In Verbindung mit weiteren Aktivitäten dürfte somit die Produktion und die dafür notwendige Versorgung mit Rohstoffen mittelfristig gesichert sein.

Wachstum pur

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 hat Trina den Umsatz im Vorjahresvergleich auf knapp 115 Millionen Dollar mehr als vervierfacht, der Gewinn legte ähnlich imposant auf 13,2 Millionen Dollar zu. Auch künftig wollen die Chinesen bei leicht verbesserten Margen ein imposantes Wachstumstempo hinlegen. Das ist auch realistisch, denn für das laufende Jahr liegen bereits 80, für 2008 rund 50 Prozent der nötigen Aufträge vor. Zudem ist die Kriegskasse mit 93 Millionen Dollar noch prall gefüllt. Finanzielle Sorgen sollte sich das Management also kaum machen.

Was will man mehr?

Trina Solar bietet fast alles, was das Anlegerherz begehrt, vom traumhaften Wachstum bis hin zu einem zukunftsträchtigen Branchenumfeld. Dabei ist das Papier an der Börse gerade einmal mit einem 2008er-KGV von 10 bewertet – das macht die Aktie zu einer der günstigsten im gesamten Umweltsektor. Der Einstieg dürfte sich lohnen, sollte wegen geringer Umsätze aber limitiert werden.

Kursziel bei Trina Solar: 45,00 Euro. Stopp: 23,80 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 12/2007.

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