JA Solar Holdings
- DER AKTIONÄR

Sonne für das Volk

Der enorme Energiebedarf in China zwingt die Regierung, vermehrt auf alternative Energien zu setzen. Ein erstes Ziel ist deshalb, bis zum Jahr 2010 rund zehn Prozent des benötigten Stroms mit regenerativen Energiequellen zu erzeugen. Die neu installierte Photovoltaik-Leistung wird dann auf mehr als 300 Megawatt angewachsen sein. Im Vergleich zu Europa oder den USA ist dies allerdings immer noch gering.

Der fernöstliche Markt für Solarenergie hat noch enormes Aufholpotenzial und wächst rasant. Ja Solar Holdings sollte davon profitieren.

Der enorme Energiebedarf in China zwingt die Regierung, vermehrt auf alternative Energien zu setzen. Ein erstes Ziel ist deshalb, bis zum Jahr 2010 rund zehn Prozent des benötigten Stroms mit regenerativen Energiequellen zu erzeugen. Die neu installierte Photovoltaik-Leistung wird dann auf mehr als 300 Megawatt angewachsen sein. Im Vergleich zu Europa oder den USA ist dies allerdings immer noch gering. Die Expansionspläne vieler Solarfirmen stützen sich deshalb auf das Auslandsgeschäft – weit über 90 Prozent der produzierten Module fließen in den Export. Die guten Perspektiven sowie das positive Börsenklima locken immer mehr Firmen aus Fernost aufs Parkett.

Perfektes Umfeld

Dass die Rahmenbedingungen für ein Solar-IPO in den vergangenen Wochen perfekt waren, beweist beispielsweise Solarfun. Die an der Nasdaq gehandelten ADRs haben seit Ende Dezember 2006 rund ein Viertel zugelegt. Bei Canadian Solar kam es zwischenzeitlich zu Gewinnmitnahmen, doch seit dem Tief bei knapp über neun Dollar liegt das Papier schon wieder 45 Prozent im Plus. Mit rund 118 Prozent Zugewinn ist Trina Solar der derzeitige Spitzenwert unter den Börsendebütanten aus Fernost.

Perfektes Timing

Mit Ja Solar gab sich im Februar eine weitere chinesische Solarfirma die Ehre und bewies ein gutes Timing: Mehr als 23 Prozent Gewinn stehen mittlerweile zu Buche. Durch die Einnahmen des Börsengangs soll die Produktionskapazität von derzeit 75 auf 175 Megawatt hochgefahren werden. Die erst im Jahr 2005 gegründete Firma setzte nach den ersten neun Monaten 2006 rund 44 Millionen Euro bei einer operativen Gewinnmarge von 16,5 Prozent um. Weitere Informationen über die künftigen Pläne von Ja Solar stehen noch nicht zur Verfügung. Dass die Papiere dennoch steigen, zeigt aber, wie beliebt Umwelttitel derzeit sind. Zudem scheinen immer mehr US-Investoren auf den Markt aufmerksam zu werden.

Risiko

Noch hat sich kein Analyst an Ja Solar herangewagt. Für weitere Kurszuwächse dürfte also, ähnlich wie bei den anderen Börsenneulingen, die Bekanntgabe des 2006er-Ergebnises sorgen. Risikofreudige Anleger holen sich ein paar Stücke ins Depot, limitieren ihre Order aber wegen der geringen Umsätze in Deutschland. Alternativ bietet sich der Handel an der Nasdaq an.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 10/2007.

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