Solarworld
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Solarworld kämpft: Expansion nach England

Das Geschäft im Heimatmarkt wird wieder schwieriger. Nun setzt Solarworld auf den Wachstumsmarkt England. Doch dieser ist zu klein, um die operativen Probleme schnell zu lösen.

Solarworld eröffnet in der Nähe von London eine Niederlassung. Punkten will der Solarmodulhersteller in England vor allem mit Komplettsystemen, welche auch Gestelle, Kabel und die Anlagendokumentation umfassen. Aufgrund einer Einspeisevergütung erreichen solche Solaranlagen Solarworld zufolge in Großbritannien derzeit Renditen von etwa 10 Prozent.

Während der deutsche Absatzmarkt ab dem dritten Quartal wieder schrumpfen dürfte, gilt Großbritannien als Wachstumsmarkt. Doch noch ist er klein. In Deutschland waren Ende 2011 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 25 GW installiert, der englische Markt war 2011 gerade einmal ein GW groß.

Die operativen Probleme wird der England-Vorstoß also nicht lösen können. Analysten erwarten bei Solarworld derzeit für 2013 bei einem Umsatz von 800 Millionen Euro einen operativen Verlust von 50 Millionen Euro.

Stoppt die Korrektur?

Der Anfang September gestartete Rebound ("Kommt jetzt der Rebound?") ist ins Stocken geraten. Auch die 1,50-Euro-Marke wurde mittlerweile unterschritten. Immerhin: Am Donnerstag steigt das Papier wieder über die 1,40-Euro-Marke. Noch scheint der heutige Anstieg aber zu schwach, um eine weitere starke Gegenbewegung einzuleiten.

Langfristanleger halten sich aufgrund der hohen Risiken weiterhin zurück.

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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