SolarWorld
- Michel Doepke - Volontär

SolarWorld auf Wachstumskurs – Druck bleibt hoch

Der deutsche Solar-Konzern SolarWorld hat heute die Zahlen zum zweiten Quartal veröffentlicht und verzeichnet auf dem Weltmarkt weitere Zuwächse. Die Anleger reagieren prompt: Zweistellige Kursgewinne sind zu verzeichnen.

Schlechter als die vorläufigen Zahlen

Bereits Anfang August veröffentlichte die Solar-Firma vorläufige Quartalszahlen. Gemeldet wurde ein EBIT in Höhe von 6,6 Millionen Euro – das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt nun jedoch nur bei 4,5 Millionen Euro. Im Vorjahr erwirtschaftete SolarWorld noch ein EBIT in Höhe von minus 4,2 Millionen Euro. Zumindest wurde ein positives Ergebnis erreicht. Punkten kann die Gesellschaft jedoch beim internationalen Wachstum.

Internationales Wachstum, aber…

Besonders hoch ist die Nachfrage für Hochleistungsmodule sowie Produkte mit Standard-Power. International konnte der Absatz deutlich gesteigert und ein Umsatz von 342 Millionen Euro erzielt werden. Den Hauptanteil erwirtschaftet SolarWorld dabei in den USA. Unterm Strich bleibt nur ein Mini-EBIT übrig was nicht ausreicht, um die dann noch ausstehenden Zinsen und anfallenden Steuern zu bezahlen. Es ist noch ein langer Weg, nachhaltig ein positives Ergebnis zu erzielen.

...und dann noch Hemlock

Im letzten Artikel wurde bereits von der Prozessniederlage in den USA mit Hemlock berichtet. Experten glauben nicht an eine Wende im Rechtsstreit. Das Urteil wird derzeit auf Rechtskräftigkeit in Deutschland geprüft. Wenn der Prozessausgang rechtskräftig ist, muss der Bonner Konzern die 720 Millionen Euro Schadensersatz aufbringen. Die Frage ist nur, von welchen finanziellen Mitteln. Die Existent ist akut bedroht.

 

Kein Kauf!

Obwohl die Anleger positiv auf die Zahlen reagieren und die SolarWorld-Aktie zweistellig zulegen kann, rät DER AKTIONÄR weiterhin von einem Einstieg ab. Der langfristige Chart zeigt, wie es um SolarWorld bestellt ist. In Zukunft sind weitere Liquiditätsengpässe und auch eine Insolvenz nicht auszuschließen. Nicht kaufenswert!

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| Werner Sperber | 0 Kommentare

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