Solarworld
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Solarworld-Aktie: Ungewissheit hält an

Neue Wasserstandsmeldung von Solarworld. Vorstandschef Frank Asbeck äußerte sich zum Verlauf der Banken-Verhandlungen. Der Preis der Aktie und Anleihe liegen derweil weiter am Boden.

Gelingt Solarworld die Umstrukturierung? "Die Bankengespräche laufen", so Frank Asbeck zu Reuters. Eine Einigung gebe es aber noch nicht. Solarworld hatte bereits auf "gravierende Einschnitte" hingewiesen. Anleihe-Investoren müssen wohl auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten, wollen sie eine Pleite der Solarfirma verhindern. Wie groß die Bedenken sind, lässt sich gut am Kurs der 2016er-Anleihe ablesen. Diese notiert bereits seit Monaten unter 30 und mittlerweile nur noch knapp über 20 Prozent. Mehr Details zur Umstrukturierung werden zur Bilanzpressekonferenz am 21. März erwartet.

1.294 Prozent Gewinn

Derweil wird die Presse kritischer. So erinnerte die WiWo jüngst daran, dass Asbeck in den vergangenen Jahren mindestens 75 Millionen Euro mit Solarworld verdient habe. (siehe auch: "Steve-Jobs Geste von Frank Asbeck zu spät?")

Schwieriges  Umfeld

DER AKTIONÄR hatte auf die "hohen Risken" hingewiesen. Das Hauptproblem: Solarworld verliert nicht nur Geld durch die Produktion und den Verkauf von Solarmodulen. Darüber hinaus belasten ungünstig abgeschlossene Langfristverträge.

Da der Heimatmarkt Deutschland im Jahr 2013 deutlich einbrechen dürfte, bleibt das Umfeld trotz US-Positionierung herausfordernd. Es gibt aktuell keinen Grund, einzusteigen. Auch charttechnisch ist die Lage derzeit schwer prognostizierbar.

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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