Solarworld
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Solarworld-Aktie: Ändert sich jetzt alles?

Der Rebound von SMA Solar, Solarworld und Co geht weiter. Charttechnisch dürfen Solarword-Zocker nun sogar auf eine große Trendwende hoffen. Das Papier bleibt jedoch hochriskant.

"Wahnsinn", so ein verblüffter Markteilnehmer angesichts der plötzlich wieder quicklebendigen Solaraktien. Solarworld setzt seinen Rebound am Montag fort und ist aktuell Topgewinner im TecDAX mit einem Plus von rund zehn Prozent. Reif für einen Rebound waren die ausgebomten deutschen Solaraktien längst. Die Initialzündung hat nun ein Milliarden-Investment gebracht: Das US-Solarunternehmen SunPower hat ein Solarprojekt für 2,5 Milliarden Dollar an den hauseigenen Versorger MidAmerican Holdings des Multimilliardärs Warren Buffett verkauft.


Auch Solarworld ist längst in den USA aktiv. Doch bringt der Buffett-Einstieg wirklich die große Trendwende im operativen Geschäft? Denn der relativ teuer produzierende Premium-Modulhersteller dürfte eher von einer wachsenden Nachfrage im kleinteiligen Haus-Segment als von neuen Impulsen im Kraftwerksegment profitieren.

Hohes Momentum

Fundamental kann also noch lange nicht von einer großen Entspannung gesprochen werden. Analysten erwarten weiterhin hohe operative Verluste von Solarworld.

Doch rein charttechnisch - und der Chart sollte unabhängig von fundamentalen Überlegungen betrachtet werden - sieht es wieder deutlich besser für das Papier aus. Die Aktie hat unter ungewöhnlich hohem Handelsvolumen die lange Seitwärtsbewegung nach oben verlassen. Die 38- und 90-Tagelinie sind übersprungen. Selbst die 1,50-Euro-Marke wurde zumindest temporär überwunden. Charttechnisch steigen tatsächlich die Chancen auf eine große Trendwende der jahrelang im Abwärtsrend befindlichen Aktie.

Das bereits im Dezember gelieferte Kaufsignal („Guten Morgen Solarworld") hat sich als richtig erwiesen. Wenngleich auf kurze Sicht mittlerweile von einer überkauften Situation der Aktie gesprochen werden kann, können mutige Trader die Gewinne auf mittlere Sicht laufen lassen. Der Stoppkurs sollte jedoch unbedingt nachgezogen werden. Denn noch zeichnet sich nicht ab, dass das operative Geschäft der positiven charttechnischen Entwicklung in absehbarer Zeit folgen kann.

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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