Solarworld
- Alfred Maydorn - Redakteur

Solarworld, Q-Cells, Conergy: Erholung erst ab 2016

Die Solarbranche wird zwar weiter wachsen, nicht aber die Einnahmen der Hersteller. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie. Der Preisverfall werde in den kommenden jahren das Mengenwachstum kompensieren. Was bedeutet das für die Kurse die deutschen Solarunternehmen?

Die Experten von Lux Research erwarten zwar bis 2016 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 15,5 Prozent, aber zumindest kurzfristig werde der Preisverfall das Mengenwachstum ausgleichen. "Der Markt für netzgekoppelte Photovoltaik wird von 15,8 Gigawatt (GW) im Jahr 2010 auf 37,5 GW im Jahr 2016 wachsen, was einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 15,5 Prozent entspricht", sagt Matt Feinstein, Analyst bei Lux Research.

Zukunftsmarkt USA

Zudem wird eine Verlagerung der Nachfrage von Europa nach Asien und Nordamerika erwartet. Besonders stark zulegen sollen die Photovoltaik-Märkte in Japan, China und Indien. Die USA könnten dank der diversen Steuererleichterungen und der Vielzahl von Förderprogrammen zu einem der wichtigsten Märkte aufsteigen.

Auf ins Ausland

Die zukünftige Dominanz der USA spielt der deutschen Solarworld in die Karten, die im ersten Halbjahr bereits 20 Prozent ihrer Umsätze im Land der unbegrenzten Möglichkeiten erwirtschaftet hat und dort eine eigene Produktionsanlage besitzt. Aber auch Q-Cells und Conergy haben ihren Auslandsanteil zuletzt deutlich erhöht. Dennoch dürfte der Heimatmarkt für die deutschen Solarkonzerne auch zukünftig der wichtigste bleiben. Und dieser wird in den kommenden Jahren kleiner werden, prognostizieren die Experten von Lux Research.

Solarworld: Zweifacher Vorteil

Die deutschen Solarkonzerne sehen sich den anspruchsvollen Aufgaben gegenüber, ihre Kosten weiter drastisch zu senken und gleichzeitig ihren Auslandsanteil möglichst zügig auszubauen - und dabei möglichst wenig Geld zu investieren. Denn das lässt die angespannte Kapitaldecke bei Conergy und Q-Cells einfach nicht zu. Solarworld verfügt immerhin über 369 Millionen Euro liquide Mittel und hat zudem seinen Produktionsstandort in den USA. 

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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