Solarworld
- Alfred Maydorn - Redakteur

Solarworld: Grünes Licht vom Gericht – und trotzdem steigt die Aktie nicht

Feierstimmung sieht anders aus. Die Freigabe des Sanierungsplans von Solarworld durch das Kölner Oberlandesgericht sorgt eher dafür, dass auch die letzten Optimisten unter den Anlegern ihre aussichtslos Situation erkennen. Die Aktie von Solarworld verliert gut sieben Prozent an Wert.

Solarworld ist auf dem Weg zur Sanierung ein großes Stück vorangekommen. Der Bonner Konzern hat jetzt die Freigabe erhalten die Beschlüsse der Haupt- und Gläubigerversammlung umzusetzen. Damit kann die finanzielle Restrukturierung des Unternehmens wie geplant im Februar über die Bühne gehen.

Gut für die Mitarbeiter und vor allem gut für Vorstandschef Frank Asbeck, der im Rahmen der Restrukturierung für lediglich zehn Millionen Euro seinen Firmenanteil wieder auf 20 Prozent aufstocken kann. Großer Verlierer sind die Aktionäre, die rund 95 Prozent ihrer Anteile verlieren werden.

Absturz vorprogrammiert

Würde man die Anteile der Altaktionäre auf dem Niveau bewerten, wie Asbeck eingestiegen ist , also auf einer Gesamtbewertung von 50 Millionen Euro, dann dürfte eine Aktie heute lediglich 2,2 Cent kosten. Tatsächlich notiert sie trotz der heutigen Abschläge noch immer bei 50 Cent. Weitere Kursverluste sind vorprogrammiert.

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