SolarWorld
- Werner Sperber - Redakteur

Solarworld: Frank Asbeck freut sich

Es scheint (wieder besser) zu laufen, bei dem angeschlagenen, auf Solarmodule spezialisierten deutschen Konzern. Solarworld hat Aufträge aus der Türkei und den USA erhalten und tilgt auch planmäßig teilweise zwei Anleihen. Zudem ist das Chartbild nicht mehr ganz so düster, wie noch vor einem Jahr.

Neue Aufträge
Solarworld hat über Partnerfirmen vier Gebäude in der Türkei mit Solarmodulen und Solarsystemen ausgestattet. Zudem berichtet der Konzern, weitere Aufträge im Gesamtvolumen von 15 Megawatt (MW) Leistung aus der Türkei erhalten zu haben. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen 849 MW aus. In den USA hat Panasonic Enterprise Solutions Co. aktuell Module mit einer Leistung von 65 MW für einen Solarpark im Bundesstaat Oregon bestellt. Die Tochterfirma SolarWorld Americas Inc. möchte die Module im nächsten Jahr liefern. Konzern-Vorstandsvorsitzender Frank Asbeck kommentiert: "Wir freuen uns über diesen Auftrag, der bisher der größte einzelne Auftrag in den USA ist. Der Solarmarkt wächst und entwickelt sich mehr und mehr zu einem Qualitätsmarkt."

Solarworld bedient die Anleihen
Zum 30. September 2015 möchte Solarworld bei den beiden Anleihen mit den Wertpapier-Kennnummern A1YDDX und A1YCN1 (beide mit einer Endfälligkeit am 24. Februar 2019) planmäßig Teilbeträge tilgen. Bei ersterer wird durch diese Teilrückzahlung von 21,43 Euro der Nominalbetrag auf 345,38 Euro gesenkt und bei letzterer um 22,03 Euro auf 355,08 Euro. Wahrscheinlich werden beide Anleihen wegen dieser Teiltilgung aus technischen Gründen mit Ablauf des 24. September bis zum 1. Oktober vom Handel ausgesetzt.

 

 

Besser, aber noch nicht gut genug
Nach dem Kurseinbruch seit Mai 2006 ist auch die charttechnische Lage nicht mehr ganz so dunkel, wie bislang. Seit Oktober vergangenen Jahres hat sich eine Aufwärtstrendlinie gebildet, die derzeit bei 13,20 Euro verläuft. Wirklich besser würde das Chartbild allerdings erst, wenn das Hoch von August 2015 bei 17,10 Euro überwunden wird. DER AKTIONÄR rät, bis dahin lieber nicht in die riskante Aktie von Solarworld zu investieren.

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