Solarworld
- Alfred Maydorn - Redakteur

Solarworld: Firmenchef Asbeck feuert seine Aktien raus

Solarworld-Chef Frank Asbeck hat erneut in großem Stil eigene Aktien verkauft. Zwischen dem 8. und dem 14. Januar verkaufte er knapp sechs Millionen Aktien im Gegenwert von über drei Millionen Euro. Das wurde am späten Dienstagnachmittag im Rahmen eines veröffentlichungspflichtigen Directors´Dealing bekannt.

Es ist zuletzt ruhig geworden um den Solarworld-Chef Frank Asbeck. Und der ehemalige Sonnengott würde sich sicherlich wünschen seine Aktienverkäufe würden ebenfalls nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Aber das geht nicht, denn Sie müssen dem Aktiengesetz zufolge veröffentlicht werden.

Still und heimlich

Immerhin wurde der späte Nachmittag gewählt, um nicht ganz so viel Aufmerksamkeit zu erregen. Denn Asbeck hat gleich im großen Stil Aktien auf den Markt geworfen. An den vergangenen fünf Handelstagen hat er insgesamt 5,9 Millionen Aktien auf den Markt geworfen und damit 3,1 Millionen Euro erlöst.

Teuer raus, günstig rein

Asbeck hat im Gegensatz zu vielen Privatanlegern erkannt, dass der aktuelle Aktienkurs von rund 0,50 Euro viel zu hoch ist. Zudem kann er ja seinen Anteil im Rahmen der Umstrukturierung kostengünstig wieder aufstocken. Für 20 Prozent am Unternehmen zahlt er gerade einmal zehn Millionen Euro.

Bombengeschäft – für Asbeck

Bezogen auf den börsennotierten Aktienkurs entspricht das in etwa zwei Cent pro Aktie. Da ist es natürlich ein Bombengeschäft, wenn er seinen Altbestand noch für den 25-fachen Preis losbekommt. Man mag diese Vorgehensweise moralisch bedenklich finden, verboten ist sie nicht. Aber wer kauft die Aktien eigentlich zu den vollkommen überteuerten Preisen?

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