Solarworld
- Florian Söllner - Leitender Redakteur

Solar-Put bringt 83 Prozent Plus; Analyst sieht weiteren Druck für Q-Cells, Solarworld und Co.

Die Experten von UniCredit sehen weitere Wolken am Solarhimmel aufziehen. In einer aktuellen Einschätzung wird mit weiterem Margendruck gerechnet. Daran ändert selbst eine Jahresendrallye in Deutschland nichts.

Solaraktien im freien Fall. Auch die jüngste Einschätzung von UniCredit  macht den Ernst der Lage klar. Trotz der Chance auf eine Jahresendrallye beim Zubau deutscher Solaranlagen rechnen die Analysten mit anhaltendem Margendruck. Daran schuld sind die hohen Überkapazitäten. Dieses Jahr dürfte weniger als die Hälfte der Zell- und Modulfabriken ausgelastet sein. Aus der schwachen Auslastung würde eine Verlangsamung der Expansion und potenzieller Druck auf die Firmenbilanzen resultieren, so UniCredit. Auch die erhoffte Jahresendrallye bringe wenig Entlastung. Schließlich steige mit einem höheren Zubau von Solarmodulen und damit verbundenden finanziellen Belastungen das Risiko, dass in europäischen Schlüsselmärkten die Einspeisetarife gekürzt werden.

Angesichts dieser Markeinschätzung wundert es nicht, dass die Experten nun ihr "Sell"-Rating für Solarworld bestätigt haben. 2012 erwarten die Analysten einen Gewinnrückgang beim deutschen Solarhersteller und sehen das KGV bei relativ hohen 14.

Short-Report

Anleger, die derzeit mit Solaraktien Geld verdienen wollen, sollten sich den AKTIONÄR-Aktienreport "Solar-Totalabsturz" zu Gemüte führen. Innerhalb von zwei Wochen konnte einer der drei Short-Scheine schon über 80 Prozent zulegen.

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| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

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