Solar Millennium
- Alfred Maydorn - Redakteur

Solar Millennium: Keine Chance!

Wenig Hoffnung für die Aktionäre von Solar Millennium: Der Insolvenzverwalter sieht „keine Chance“, das stark angeschlagene Solarunternehmen als Ganzes zu retten. Auch der Verkauf der Solar-Projekte gestaltet sich schwierig. Anleger müssen mit dem Schlimmsten rechnen.

Der Insolvenzverwalter Volker Böhm schließt einen Fortbestand von Solar Millennium als Ganzes aus. Ziel ist jetzt der Verkauf der rund 60 Projektgesellschaften, der sich nach Angaben von Böhm allerdings sehr schwierig gestalte. Viele Projekte befänden sich in einem sehr frühen Stadium und die Projektpartner hätten aufgrund der Insolvenz das Recht, die Anteile von Solar Millennium einzuziehen.

Was wird aus dem US-Geschäft?

Unter Hochdruck wird nun versucht, die US-Tochter Solar Trust zu verkaufen, die Milliarden-Solarprojekte in Kalifornien geplant hatte. Der geplante Verkauf an das deutsche Solarunternehmen Solar Hybrid hatte sich verzögert und die Insolvenz von Solar Millennium ausgelöst.

Auch wenn der Verkauf der Projekte in Kalifornien noch gelingt, müssen von den Erlösen zunächst die Gläubiger der Anleihen bedient werden, insgesamt handelt es sich hier um einen Betrag von 227 Millionen Euro. Aber auch sie werden wohl nur einen Bruchteil ihres Geldes zurückbekommen.

Aktie unter Druck

Die wenig ermutigen Äußerungen des Insolvenzverwalters bringen die ohnehin stark gefallene Aktie von Solar Millennium am Freitag weiter unter Druck. Sie verliert fünf Prozent auf 0,291 Euro. Es dürfte nicht der letzte Tag mit negativen Vorzeichen gewesen sein. Anleger müssen mit dem Schlimmsten rechnen, dem Totalverlust

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