- Thorsten Küfner - Redakteur

So stark hängt die Commerzbank an Italien

Das Wahlergebnis in Italien hat die Marktteilnehmer verunsichert. Im Zuge dessen ging es auch mit der Aktie der Commerzbank deutlich bergab. Die entscheidende Frage ist nun, wie stark ist der Frankfurter DAX-Konzern wirklich in Italien engagiert?

Silvio Berlusconi ist zurück! Diese Nachricht war wohl die letzte, die die Börsianer nach den Wahlen in Italien hören wollten. Doch der „Cavaliere" hat mit seinem Lager im Senat genügend Sitze, um nahezu alle bedeutenden Gesetze blockieren zu können. An der Börse ging es auf breiter Front nach unten. Vor allem Aktien aus dem Finanzsektor gerieten dabei stark unter Druck. Wie immer gerieten auch die Commerzbank-Titel unter Beschuss. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit das Institut überhaupt in Italien aktiv ist.

Wichtigster GIIPS-Staat

Im operativen Geschäft spielt der italienische Markt für den DAX-Konzern kaum eine Rolle. Allerdings sind die Frankfurter über Staatsanleihen und Kredite in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone engagiert. Ende September 2012 hielt die Commerzbank noch 8,8 Milliarden Euro an Staatstiteln in ihrer Bilanz. Das gesamte Exposure in Italien belief sich auf 14,3 Milliarden Euro, nach 14,0 Milliarden Euro zum Jahresende 2011. Damit ist das Land mittlerweile noch vor Spanien für die Frankfurter Großbank der wichtigste GIIPS-Staat.

Ganz andere Probleme ...

Das „Staats-Exposure" von 8,8 Milliarden Euro sollte nicht überbewertet werden. Zum einen sollte das Ausfallrisiko aufgrund der Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi, alles für den Erhalt des Euro zu tun, gering sein. Zum anderen entspricht der Betrag von 8,8 Milliarden Euro nur 1,3 Prozent der Bilanzsumme. Die Informationen, wo die Probleme der Commerzbank liegen, in welchen Bereichen der Konzern glänzen kann, welches Potenzial die einzelnen Analysten der Aktie zutrauen und viele weitere Extras erhalten Sie exklusiv im Aktienreport: „Die große Commerzbank-Analyse - Das müssen Anleger wissen".

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