SMA Solar Technology
- Werner Sperber - Redakteur

SMA Solar: Ein wichtiger Schritt

Wer demnächst wohl wieder eine Milliarde Euro umsetzt, für den ist die Zusammenarbeit mit einer Firma, die mit nur 200 Mitarbeitern Energiespeichersysteme fertigt wohl kein überragender Fortschritt bei Erlös und Ertrag. Andererseits ist die Zusammenarbeit mit der Tesvolt GmbH ein großer Schritt für die SMA Solar Technology, die Strom-Wechselrichter auch an Unternehmenskunden als Endabnehmer verkaufen zu können.

Der Lithium-Energiespeicher von Tesvolt kann nun mit dem Batterie-Wechselrichter Sunny Island von SMA Solar Technology betrieben werden. Diese Speicher können sowohl als (Zwischen)-Speicher am deutschen Stromnetz verwendet werden, als auch, um fernab eines solchen Netzes, etwa inmitten des kanadischen Waldes, eine stetere Stromversorgung zu gewährleisten. Die GmbH aus Sachsen-Anhalt bezeichnet ihre Speicher als erstaunlich günstig und gewährt den Partnern von SMA Rabatte auf diese für Gewerbebetriebe, wie etwa Tiefkühl-Logistikfirmen, ausgelegten Batterien. Diese Gewerbebetriebe sollen damit Strom für 0,09 bis 0,14 Euro je Kilowattstunde produzieren können – Investitionen in Photovoltaik und Speicher bereits eingeschlossen. Das kombinierte Speichersystem eigne sich für Photovoltaik-Anlagen, aber auch für Blockheizkraftwerke, Windkraftanlagen oder Wasserkraftwerke. Tesvolt ist weltweit der erste Partner von SMA für Gewerbe-Energiespeicher.

SMA Solar dürfte im laufenden Jahr nur mehr rund ein Fünftel der geschätzt 985 Millionen Euro Gesamtumsatz in Deutschland erzielen. Insofern ist die Vereinbarung mit Tesvolt bestimmt kein gewaltiger Erlös-Treiber, zumal Tesvolt nur ein kleiner mittelständischer Betrieb ist. Jedoch öffnet sich SMA Solar damit den Markt für Wechselrichter für solche gewerblichen Energiespeicher.

Kaufenswert
Charttechnisch ist bei SMA noch alles in Ordnung und diese neue, initiale Zusammenarbeit könnte ganz neue Endabnehmer-Märkte erschließen, was sich dann auch tatsächlich deutlich in der Bilanz des Konzerns niederschlagen dürfte. Deshalb bleibt DER AKTIONÄR zuversichtlich. Das Kursziel beträgt 67 Euro und der Stop-Loss sollte bei 37 Euro gesetzt werden.

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