SMA Solar
- Werner Sperber - Redakteur

SMA Solar: „Wir lieferten mehr als versprochen“

Anscheinend ist es die Vorfreude auf die Bilanzpressekonferenz, welche den Aktienkurs von SMA Solar Technology über eine charttechnische Hürde und zu einem neuen Kaufsignal geführt hat.

Am Mittwoch, 30. März, legt das auf Strom-Wechselrichter spezialisierte Unternehmen die Ergebnisse des vergangenen Jahres vor. Bereits jetzt, bezugnehmend auf vorläufige Daten, jubelt der Vorstand: „Wir lieferten mehr als versprochen.“ Das Management rechnete ursprünglich mit einem Umsatz von 730 bis 770 Millionen Euro bei einem Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von minus 60 bis minus 30 Millionen Euro. Nach vorläufigen Zahlen ist tatsächlich eine Milliarde Euro erlöst und 30 bis 33 Millionen Euro EBIT erwirtschaftet worden. Analysten schätzten den Umsatz im Jahr 2015 auf 986 Millionen Euro, das EBIT auf 40 Millionen Euro und den Gewinn je Aktie auf 0,50 Euro (nach einem Verlust von 4,68 Euro im Jahr 2014).

15 Prozent vorsichtiger als das IHS
Das Marktforschungsinstitut IHS schätzt die neu installierte Photovoltaik-Leistung in diesem Jahr auf 69 Gigawatt (GW), SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon rechnet dagegen nur mit 60 GW, wobei davon wiederum 60 Prozent in den USA, China und Japan aufgestellt werden sollen. Dort ist auch SMA gut vertreten. Die Erlöse sollen im laufenden Jahr 0,95 bis 1,05 Milliarden Euro betragen bei einem EBIT von 80 bis 120 Millionen Euro. Analysten schätzen die Gewinne je Aktie für die beiden nächsten Jahre auf 2,49 und 2,55 Euro.

Ein weiteres Kaufsignal
Ohne Nachrichten, also wohl in Erwartung guter Zahlen und eines zuversichtlichen Ausblicks, legte die Notierung heute stark zu und überwand dabei die sinkende 38-Tage-Linie bei derzeit 42,30 Euro. Damit hat sich der Kurs weiteres Potenzial eröffnet, schließlich ist auch das Kaufsignal des Indikators MACD weiter gültig. Die nächsten Widerstände sind die seit Dezember 2015 gültige Abwärtstrendlinie bei momentan 51,80 Euro und das Hoch von Dezember 2015 bei 56,30 Euro. Als Absicherungen dienen die im März 2015 begonnene Aufwärtstrendlinie bei 42,20 Euro, vor allem jedoch die steigende 200-Tage-Linie bei 38,40 Euro und das Tief von Oktober 2015 bei 37,05 Euro.

Mit Überraschungspotenzial
Der Vorstand setzt die Ziele nach der vollbrachten Trendwende niedrig. Das lässt natürlich Raum für Überraschungen und die dürften den Kurs weiter treiben. Deshalb bleibt DER AKTIONÄR zuversichtlich. Das Kursziel beträgt 67 Euro und der Stop-Loss sollte bei 37 Euro gesetzt werden.

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