Sky Deutschland
von Andreas Deutsch - Redakteur

Sky Deutschland: 25 Prozent Verlust in einer Woche

Damit hatte keiner gerechnet: Seit sich Sky Deutschland die Rechte für die Bundesliga ab 2013 gesichert hat, befindet sich die Aktie auf Talfahrt. Das Unternehmen muss den Markt schnell davon überzeugen, dass es den hohen Preis für die Rechte wieder einspielen kann. Und dass Sky schwarze Zahlen nicht erst in ganz ferner Zukunft erzielen wird.

Nach horrenden Verlusten - 25 Prozent innerhalb einer Woche - kann sich die Sky-Aktie am Dienstagmorgen etwas erholen. Das Papier notiert mit einem Prozent im Plus und steigt auf 1,87 Euro. Allerdings ist der Anstieg kaum mehr als eine technische Gegenreaktion auf den Kurseinbruch. Laut einigen Analysten besteht noch einiges Rückschlagpotenzial. So sieht Christopher Johnen das Kursziel für die Aktie bei 1,30 Euro. Seine Einschätzung lautet auf "Untergewichten".

Hoher Preis

Johnen und einige seiner Kollegen halten den Betrag, den Sky für die Rechte bezahlt hat, für viel zu hoch. Das Unternehmen muss für die Rechte 485,7 Millionen pro Saison bezahlen. Im Vorfeld war Markt von maximal 368 Millionen Euro pro Spielzeit ausgegangen.

Zuschlag auf breiter Front nutzen

Optimisten erklären, dass Sky zumindest einen Teil der Gelder zurückbekommen könnte, wenn die neu erworbenen Internet-TV-Rechte an die Deutsche Telekom oder/und an andere Anbieter verkauft werden. Laut einem Medienbericht will Sky zum Beispiel Vodafone, O2 oder dem Medienkonzern Axel Springer verschiedene Angebote für IPTV-, Mobilfunk- und Internet-Verwertungen machen.

Auch die Möglichkeit, im Internet ganz neue Vertriebswege zu nutzen, wird in den Raum gestellt.

Riskante Angelegenheit

Die Anleger sollten sich den 15. Mai rot im Kalender anstreichen. Dann legt Sky Deutschland den Bericht für das erste Quartal vor. Besonderes Augenmerk gilt den Abonnentenzahlen. Sollte Sky erneut so stark gewachsen sein, dürfte es wieder besser aussehen für die Aktie. Denn schwarze Zahlen sind für Sky nur möglich, wenn das Unternehmen die Abonnentenzahl in den kommenden Monaten und Jahren deutlich steigert. Die Aktie dürfte hoch volatil bleiben.

| Stefan Limmer | 0 Kommentare

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