Drillisch
- DER AKTIONÄR

Simply the best

Es ist die Einfachheit, welche die Handy-Discount-Marke "Simply" zu einem großen finanziellen Erfolg für die Drillisch AG gemacht hat. Auch das Börsenpublikum von seiner eigenen Aktie zu überzeugen, kann manchmal relativ unkompliziert sein: Einfach Fusionsfantasie schüren. Die hohe Dividendenrendite, schnelles Kundenwachstum und eine fundamentale Unterbewertung haben die Aktie lange Zeit nur durchschnittlich steigen lassen.

Eine anvisierte „Jumbo“-Fusion und steigende operative Gewinne machen Drillisch zur Aktie der Stunde.

Keep it simply. Es ist die Einfachheit, welche die Handy-Discount-Marke „Simply“ zu einem großen finanziellen Erfolg für die Drillisch AG gemacht hat. Auch das Börsenpublikum von seiner eigenen Aktie zu überzeugen, kann manchmal relativ unkompliziert sein: Einfach Fusionsfantasie schüren. Die hohe Dividendenrendite, schnelles Kundenwachstum und eine fundamentale Unterbewertung haben die vom AKTIONÄR bereits in der Ausgabe 37/2005 zu 4,41 Euro empfohlene Aktie lange Zeit nur durchschnittlich steigen lassen. Richtig Schwung in das Papier brachte erst die Entscheidung des Mobilfunk Service Providers, kurzerhand zehn Prozent der Aktien des bedeutend größeren Konkurrenten Mobilcom zu kaufen – und danach die Vereinigung der fünf größten unabhängigen Mobilfunkdienstleister unter dem Dach von Mobilcom ins Spiel zu bringen. Analysten versprechen sich von diesem sogenannten „Projekt Jumbo“ Synergieeffekte von bis zu einer Milliarde Euro.

Auch wenn das Mobilcom-Management gegen diese Pläne ist: Für Drillisch ist diese Aktion schon jetzt ein großer Erfolg. Seit dem im Oktober 2006 bekannt gegebenen Einstieg im Volumen von deutlich über 100 Millionen Euro hat die Mobilcom-Aktie bereits 30 Prozent zugelegt. Die Drillisch-Aktie kletterte in diesem Zeitraum sogar um knapp 50 Prozent. Der Mobilfunkbetreiber hat die steigenden Kurse dafür genutzt, seine Kriegskasse durch den Verkauf von 460.000 eigenen Drillisch-Aktien aufzufüllen.

Starkes Gewinnwachstum

Auch im operativen Geschäft klingeln die Kassen. Insbesondere die Handy-Discount-Marke Simply, welche mobiles Telefonieren für 14 Cent pro Minute in alle Netze anbietet, trägt zur guten Entwicklung bei. In den ersten neun Monaten 2006 erzielte Drillisch einen Nettogewinn in Höhe von 13,1 Millionen Euro (Vorjahr: 11,6 Millionen). Mit der am 14. Januar gemeldeten Übernahme des Konkurrenten Telco Services GmbH erhöht sich die Kundenanzahl von zuvor rund 1,75 Millionen auf über zwei Millionen. Durch den Zukauf verstärkt Drillisch insbesondere das Geschäft mit Vertragskunden.

Einfach günstig

Analysten haben aufgrund der Telco-Übernahme die Gewinnschätzungen nach oben geschraubt. Das 2007er- KGV liegt demnach bei günstigen 14. Hinzu kommt, dass Drillisch alleine aus dem Kursanstieg der Mobilcom-Aktie geschätzte 30 Millionen Euro Kursgewinn erzielt hat. Schließlich verleiht die weiterhin vorhandene Fusionsfantasie der Aktie Auftrieb. Eine Story, bei der man einfach dabei sein muss.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 05/2007.

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