Siltronic
- Michael Schröder - Redakteur

Siltronic plötzlich vor Wirecard: Gelingt nun der Befreiungsschlag?

In der Vorwoche standen die heimischen Technologiewerte angesichts wieder verstärkter Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China noch unter Druck. Mit dem anstehenden Besuch der hochrangigen US-Delegation in Peking in der zweiten Wochenhälfte keimt nun wieder Hoffnung auf. Hintergrund: Der Technologie-Sektor reagiert sehr sensibel und meist auch extrem dynamisch auf Neuigkeiten rund um den Handelskonflikt. Im heimischen TecDAX trifft dies vor allem auf den Waferhersteller Siltronic zu.

DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach erklärt: Die Zahlen für 2018 können sich sehen lassen. Siltronic übertraf die Prognose für Umsatz und Ergebnis, die zuvor zweimal erhöht worden war. Beim Ausblick lässt der Vorstand zwar Vorsicht anklingen. Im aktuell von makroökonomischen und politischen Unsicherheiten geprägten Umfeld ist das allerdings kein Wunder. Die aktuelle Zurückhaltung bietet damit aber auch einiges an positivem Überraschungspotenzial.

Auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen wird die Aktie mit einem 2019er-KGV von 7 bewertet. Selbst wenn der Gewinn bei Siltronic im laufenden Jahr in einem recht unwahrscheinlichen Szenario um 50 Prozent einbrechen würde, dann wäre die Aktie mit einem 2019er-KGV von 13 im Peer-Group-Vergleich nicht wirklich hoch bewertet. Wettbewerber wie der japanische Platzhirsch Shin Etsu werden derzeit mit einem KGV von zwölf bewertet - ohne Berücksichtigung eines möglichen Gewinneinbruchs. Einen detaillierten Ausblick dürfte das Unternehmen spätestens mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 5. März geben.

Das Fazit hat Bestand: Die Siltronic-Aktie legt heute kräftig an Wert zu, rangiert zur Stunde sogar vor der Wirecard-Aktie. Neben den geopolitischen Impulsen sorgen die guten Zahlen des japanischen Halbleiter-Herstellers Renesas für Impulse. Mit dem nachhaltigen Sprung über den horizontalen Widerstand bei 90 würde der Weg in Richtung dreistelliger Kurse geebnet. Eine weitere Annäherung im Handelsstreit könnte sich als Triebfeder erweisen. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf dieses Szenario und liegt mit der Trading-Position rund 20 Prozent vorne. 

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Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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