ABB
- Maximilian Völkl

Siemens-Rivale ABB: Das war nichts

Die ABB-Aktie kämpft seit Wochen um den Ausbruch aus dem Seitwärtstrend. Jetzt muss der Schweizer Industriekonzern aber einen Rückschlag hinnehmen. Umsatz und operatives Ergebnis haben im zweiten Quartal die Erwartungen verfehlt. 2017 bleibt somit wie angekündigt ein Übergangsjahr.

Die Erlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 8,45 Milliarden Dollar gefallen. Negativ wirkte sich hier auch der starke Dollar aus. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) ist sogar um sieben Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar gefallen. Bei beiden Werten hatten Analysten im Vorfeld mehr erwartet.

Besser lief es beim Auftragseingang. Hier konnte der jahrelange Rückgang überraschend gestoppt werden. Im zweiten Quartal blieben die Aufträge unverändert bei 8,35 Milliarden Dollar. Vor allem in den zukunftsträchtigen Bereichen Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation lief es gut, während die Elektrifizierungsprodukte und die Stromnetze einen Rückgang verkraften mussten. Konzernchef Ulrich Spiesshofer sah sich insgesamt bestätigt. Makroökonomische und geopolitische Entwicklungen würden für Unsicherheiten sorgen. 2017 bleibe deshalb ein Übergangsjahr. Bei der Transformation des Konzerns sei ABB aber auf Kurs.

Wichtige Unterstützung

Es war zu erwarten, dass ABB Zeit braucht, um vor allem die Position bei der Industrieautomation weiter zu stärken. Langfristig ist der Konzern gut positioniert. Anleger sollten deshalb an Bord bleiben. Kurzfristig wäre es jedoch wichtig, dass die charttechnische Marke bei 22,50 Schweizer Franken (21,00 Euro) hält. Zuletzt hat sich allerdings auch beim großen Wettbewerber Siemens das Chartbild eingetrübt.

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