ABB
- Maximilian Völkl

Siemens-Rivale ABB: Da geht noch mehr

Der Industriekonzern ABB hat Zahlen zum ersten Quartal 2017 präsentiert. Die Schweizer verzeichneten vor allem wegen ausgebliebener Großaufträge einen Rückgang beim Auftragseingang und beim Umsatz. Eine Stabilisierung zeichnet sich aber ab.

Um rund neun Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar ging der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr zurück. Laut ABB ist dies auf rückläufige Großaufträge in den Divisionen Industrieautomation und Stromnetze zurückzuführen. Der Umsatz gab dagegen nur leicht um ein Prozent auf 7,85 Milliarden Dollar nach. Auch das operative EBITDA sank um ein Prozent auf 943 Millionen Dollar – bei einer stabilen Marge von 12,1 Prozent. Der Reingewinn dagegen kletterte dank eines Veräußerungsgewinns aus dem Hochspannungskabelgeschäft um 45 Prozent auf 724 Millionen Dollar.

Es wird besser

Bei den Aufträgen hat ABB die Erwartungen der Experten verfehlt. Dafür lagen die Kennziffern für Umsatz und Gewinn über den Prognosen. Positiv: „Wir sehen erste Anzeichen einer Marktstabilisierung in Teilen der Prozessindustrie und auch einige Wachstumssignale in frühzyklischen Geschäften“, zeigt sich CEO Ulrich Spiesshofer für die Zukunft wieder zuversichtlicher.

Eine konkrete Prognose gab es zwar nicht. Das Wachstum in China und die fortlaufenden Investitionen in wichtige Zukunftsmärkte wie die Robotik stimmen aber positiv. Wegen der Ölpreisentwicklung, Währungseffekten und geopolitischer Spannungen hat ABB aber bestätigt, dass 2017 ein Übergangsjahr wird.

Gute Aussichten

ABB hat derzeit mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen. Der jüngste Rücksetzer ist allerdings durch den Dividendenabschlag zu erklären. Wichtig: Für die Zukunft ist der Konzern gut gerüstet. Dank starker Positionen in den Wachstumsmärkten Industrieautomation und Robotik sollte die Aktie der Schweizer bald wieder zulegen.

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