Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Modell für die Zukunft

Der Umbau des Industrieriesen Siemens geht voran. Der neue Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser hat einen Käufer für das Geschäft mit Krankenhaus-Informationssystemen gefunden. Das US-Unternehmen Cerner will den Bereich für 1,3 Milliarden Dollar in bar übernehmen.

Sollten die zuständigen Behörden zustimmen, rechnet Siemens mit dem Abschluss des Geschäfts im ersten Quartal 2015. Kaeser baut den Industriekonzern derzeit kräftig um und trennt sich von Bereichen, die nicht seiner Vorstellung vom künftigen Siemens-Kerngeschäft entsprechen. Mehrere Sparten wurden dabei bereits abgestoßen.

Elektrische Lastwagen?

Ein attraktives Zukunftsmodell könnte hingegen der neue eHighway werden. Laut Spiegel-Online hat Siemens die Zulassung für eine Teststrecke für elektrifizierte Lastwagen in Südkalifornien erhalten. Auf einer Autobahn nahe Los Angeles sollen Lastwagen an Oberleitungen verkehren, die dem Straßenbahn-System ähneln. So soll im stark von Smog geplagten Kalifornien die CO2-Emission verringert werden. Auf stark frequentierten und relativ kurzen Lastwagen-Pendelstrecken wie zum Beispiel zwischen Häfen oder Fabrikanlagen verspricht sich Siemens große Aufträge mit der neuen Technologie.

Kritische Marke

Joe Kaser treibt den Konzernumbau weiter voran. Siemens scheint also gut gerüstet für die Zukunft. Im schwachen Marktumfeld ist zuletzt jedoch auch die DAX-Aktie unter Druck geraten. Der Titel notiert knapp oberhalb der wichtigen Unterstützung bei rund 88 Euro. Vor einem Neueinstieg sollten Anleger allerdings ohnehin eine Aufhellung der aktuellen Lage abwarten.

(Mit Material von dpa-AFX)

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